Straße in Ostvorstadt erinnert an Peter Steger

Auflösung Fotorätsel 1207: Verdienste beim Bau von Arbeiterwohnungen

Plauen.

Der Namensgeber der am vergangenen Samstag im Fotorätsel gezeigten Straße in der Plauener Ostvorstadt war Peter Steger, ein Kaufmann aus der Niederlausitz. Als Begründer der "Baugesellschaft Plauen" hatte er Verdienste beim Bau von Arbeiterwohnungen. Der "Stegerblock" ganz oben in diesem Stadtviertel ist ein Beispiel dafür. Steger war auch Gründer des Fabrikantenvereins der Sächsischen Stickerei- und Spitzenindustrie. Er starb 1901 in Plauen. Manche Gebiete von Plauen hatten seltsame Namen, die im Volksmund entstanden sind und gewisse Eigenheiten zum Ausdruck brachten. Es gab die "Ziegenschweiz" und die "Zwiefelsburg". Letztere bezog sich auf den "Stegerblock", wo der Geruch von Zwiebeln besonders stark gewesen sein soll. Dass dort auch ein Steg über den Knielohbach führte, hat mit der Namensgebung nichts zu tun.

Die "Ost", wie dieser Teil von Plauen auch genannt wird, ist im unteren Teil geprägt von kleinen einstöckigen Häusern, während sich das Gebiet ab Waldstraße aufwärts in schönen Jugendstil-Bauten zeigt, von denen viele in die Liste der städtischen Kulturdenkmale aufgenommen wurden. Allein an der Stöckigter Straße sind es 23 Gebäude, an der Fiedlerstraße zehn, an der Landmannstraße drei und an der Stegerstraße ebenfalls drei. Die Ostvorstadt war früher bekannt durch die große Sand- und Kiesgrube, auf der zwischen 1974 bis 1979 das Neubaugebiet Mammenstraße mit 1600 Wohnungen errichtet wurde. Einige Häuser wurden dort - wie auch an der Stegerstraße - nach der Wende wegen Leerstand abgerissen. Farbenfroh zeigt sich heute das restliche Mammengebiet und auch die renovierte Zwiebelsburg hat ihren früheren Makel längst verloren.


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