Straßenbau: 5,3 Millionen Euro fehlen

Fördermittelstopp trifft Plauen empfindlich

Plauen.

Die Stadt Plauen muss nach einem vom Wirtschaftsministerium in Dresden verhängten Fördermittelstopp vorerst auf viel Geld verzichten. Aktuell sind das 5,3 Millionen Euro für kommunale Straßenbaumaßnahmen, die 2018 angemeldet und jetzt eingeplant waren. Die müssen nun in die Jahre 2021 und 2022 verschoben werden, wie Baubürgermeister Levente Sárközy am Montagabend im Stadtbau- und Umweltausschuss bekanntgab.

Konkret betroffen sind die Straßberger Straße (3,1 Millionen Euro), Am Reuthhübel (1,2 Millionen Euro), Taltitzer Straße (600.000 Euro), Alte Jößnitzer Straße (290.000 Euro) und Am Plattenhübel (150.000 Euro). Für zwei Vorhaben habe es mit der Förderung noch geklappt: Die Äußere Reichenbacher Straße (1,1 Millionen Euro) und die Alte Reichenbacher Straße (160.000 Euro).

Noch gravierender wirkt sich Dresdens Fördermittelstopp auf die für 2020 geplanten Anträge aus. Sárközy bezifferte sie auf 9,9 Millionen Euro. Die betreffenden Maßnahmen könnten dann erst 2020 beantragt werden. Das wichtigste dieser Vorhaben in Plauen ist die mit 8,1 Millionen Euro veranschlagte Neue Elsterbrücke. Betroffen sind weiterhin die Plauensche Straße in Jößnitz (650.000 Euro), die obere Bahnhofstraße sowie die Melanchthonstraße (jeweils 600.000 Euro).

Das Wirtschaftsministerium in Dresden hatte vor einer Woche einen Fördermittelstopp verhängt, weil die Anträge weit über die verfügbaren Mittel hinausgehen, wie es hieß. Sachsens Linke und die ostdeutsche Bauindustrie haben den Einschnitt scharf kritisiert. (ur)


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