Straßenbau: Nur halb so viel Geld wie notwendig

Plauen.

Plauen kann jährlich nur etwa die Hälfte des eigentlich notwendigen Geldes in den Unterhalt seiner 600 Kilometer Straßen stecken. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Der Finanzbedarf liege bei jährlich knapp über sechs Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen stellt über Zuweisungen aber nur 1,06 Millionen Euro zur Verfügung. Investiert hat die Stadt in diesem Jahr 3,06 Millionen Euro. Zusätzlich erhielt Plauen in diesem Jahr zweckgebunden 583.000 Euro sowie Geld zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Damit war die Finanzierungslücke etwas geringer als Jahren zuvor, hieß es. "Qualität vor Quantität", fordert Stadtrat Klaus Jäger (Linke). Das Tiefbauamt im Rathaus verweist indes angesichts der nicht ausreichenden Mittel darauf, dass manchmal auch mit preisgünstigen Eingriffen wie aufgelegten Flickstellen Straßen in verkehrssicherem Zustand gehalten werden müssen. "Vielleicht sollten wir mal Straßen schließen", regte der zur CDU-Fraktion gehörende Stadtrat Dieter Blechschmidt (parteilos) an, um auf das Problem stärker aufmerksam zu machen. (flow)

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