Streuobstwiese statt Tagebau

Die Bürgerinitiative für den Schutz der Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach setzt die Renaturierung des Areals bei Kloschwitz fort - mit einem doppelten Effekt.

Kloschwitz.

50 Obstgehölze - alte sächsische Sorten - sind am Wochenende bei einem weiteren Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese der Bürgerinitiative für den Schutz der Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach hinzugekommen. Seit nunmehr drei Jahren wurde mitten auf einem für Gesteinsabbau geplanten Tagebaugelände in gemeinsamen Pflanzaktionen eine Fläche von rund drei Hektar mit historischen Obstsorten und einer Wildfruchthecke bepflanzt. "In den kommenden Jahren soll die Fläche um weitere Bäume und ein Feuchtbiotop komplettiert werden", kündigt Vorsitzender Peter Luban an. Mit dem Großprojekt wolle man das Areal zum Vorranggebiet für Natur- und Umweltschutz machen.

Etwa 70 freiwillige Helfer packten am Samstag mit an. Die Baumpflanzung ist ein deutsch-tschechisches Projekt zum Erhalt alter Obstsorten, welches von der sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt getragen wird. Mitarbeiter des Integrationsprojektes "Grüner Wagen" - Gärtnerei Weischlitz bereiteten die Pflanzaktion einschließlich das Ausheben der Pflanzlöcher vor. Es wurden Holzpfosten gesetzt, Wühlmausgitter als Wurzelschutz in den Boden gebracht und jede Menge Wasser zum Angießen besorgt.

Zum achten Mal in Folge hat die Bürgerinitiative zugleich den Baum des Jahres gepflanzt - diesmal eine Esskastanie. Wer eine Wanderung entlang der Zufahrtsstraße zum Eichigt über die Streuobstwiese hinunter nach Kloschwitz unternimmt, kann die Bäume des Jahres entdecken.bju/lie

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