Südamerikas Pflanzen gedeihen mitten im Vogtland

Steffen Janke aus Schönberg ist, was den Garten betrifft, ein Südamerika-Experte. Auf 5000 Quadratmeter Fläche stehen vielerlei Obstbäume und exotische Gewächse.

Rosenbach.

Korallenbaum und Stachelbeerkiwi, Tulpenbaum und Esskastanie, Mirabelle und Bitterorange aus Chile - so exotisch geht es im Garten von Steffen Janke aus dem Rosenbacher Ortsteil Schönberg zu. Der Vogtländer hat sein Herz an Südamerika verloren und bereits unzählige Reisen dorthin unternommen.

"Der Blauglockenbaum ist eine echte Rarität", sagt Janke. Aber auch Zaubernuss und Indianerbanane gedeihen bei ihm. Dazu hat die Familie jede Menge Gemüsepflanzen, von Paprika über Chili und Tomaten bis hin zu Inka-Gurken angebaut.


Kräuter haben im 5000 Quadratmeter großen Garten ihren Platz, dazu 30 verschiedene Erdbeersorten und Kartoffelsorten aus Südamerika, denn die haben es ihm besonders angetan. Es geht ihm um den Ursprung der Kartoffel, um die Artenvielfalt. Die heute seltenen Sorten zu erhalten und hierzulande bekannt zu machen, ist sein Anliegen. "Die Sorten, die ich züchte, haben viel mehr Spurenelemente und Vitamine als die hochgezüchteten üblichen Sorten", sagt der Knollenexperte. Auch wenn die Früchte oft viel kleiner sind.

Das Gewächshaus gehört allein den Kakteen. Wie viele es sind? "So etwa tausend." Jeder einzelne trägt ein Schild mit Beschriftung. Einige sind schon viele Jahre alt, manche blühen. Eine Kaktusart hat der Schönberger in Peru selbst entdeckt, sie trägt seinen Namen. Dann zeigt Steffen Janke noch ein besonderes Gewächs: Die Königin der Nacht, die nur kurz blüht. "Am Abend geht die Blüte auf, versprüht ihren Duft und früh ist sie verblüht."

Wenn Steffen Janke aus Schönberg durch seinen weitläufigen Garten geht, schaut, wie alles gedeiht, sieht man ihm die Freude an. "Hier bin ich glücklich", sagt er. "Es ist mein Lebenstraum." Die Liebe zu den Pflanzen hat er, wie er erzählt, von Eltern und Großeltern mitbekommen. "Den Falschen Jasmin habe ich von meiner Großmutter. Er ist mindestens 50 Jahre alt", zeigt er auf ein Gewächs.

Einige Grasflächen bleiben bei ihm stehen und werden nicht gemäht: "Wegen der Schmetterlinge und Bienen." Damit die Tiere auch ihren Lebensraum haben. Keine Frage, dass es im Garten der Jankes an nichts fehlt, was die Familie als Selbstversorger an Obst und Gemüse braucht.

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