Tauziehen um Elstersteilhänge: Protest gegen Schutzpläne hält an

Kommt es oder kommt es nicht? Hinter den Kulissen des Landratsamtes sorgt das geplante Naturschutzgebiet Elstersteilhänge vor allem für eins: viel Arbeit.

3Kommentare

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    Tauchsieder
    05.12.2017

    Der Mensch lebt von der Natur und deren, zumeist endlichen, Ressourcen. Wenn er diese nutzt, muss dies in einer Art und Weise geschehen, die unseren Nachfahren eine dauerhafte Fortsetzung der Nutzung erlaubt. In Naturschutzgebieten werden einerseits Ökosysteme erhalten, die durch eine solch nachhaltige Nutzung gepflegt werden (z.B. Heide oder Grünland), andererseits solche Ökosysteme geschützt, die sich auch ohne Einfluss des Menschen entwickeln, wie Wälder, Seen oder Moore. In Naturschutzgebieten soll die Erhaltung und Entwicklung von Natur auf Grundlage der jeweils für die Gebiete einzeln entwickelten Schutzziele Vorrang vor beeinträchtigenden Nutzungsinteressen haben. Darüber hinaus sollen aber auch die Erholung in der Natur, Naturbeobachtungen und Naturerlebnisse ermöglicht werden. Daher dürfen auch in geschützten Gebieten die vorhandenen Wege oder Straßen genutzt werden.
    Alle anderen Aussagen sind lediglich Stimmungsmache um etwas zu verhindern, sowie dies der "Landesnaturschutzbeauftragter" bereits erwähnt hat. Hier wird ein Popanz und ein Schreckensszenario aufgebaut, dass in keinster Weise der Realität und Wahrheit entspricht. Oder sollte man lieber "Neudeutsch" - Fake News - dazu sagen?

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    EdgarWeber
    04.12.2017

    Die Angst geht um in der Vogtländischen Schweiz-die Angst vor dem ?Großschutzgebiet? ?Elstersteilhänge nördlich Plauen?. Dabei soll es doch nur ein etwas größeres Naturschutzgebiet (NSG) werden, mit dessen Ausweisung sich die zuständige untere Naturschutzbehörde in Plauen schon seit geraumer Zeit beschäftigt. Bereits geschützte Flächen sollen sinnvollerweise vereint und die für den Otto Normalbürger vielleicht etwas suspekten sog. Natura 2000-Gebiete einen regionalen Schutz-Anstrich bekommen. Etwas Besseres kann m.E. der wunderbaren Natur und Landschaft in der Region nicht passieren. Was ist das eigentlich für ein Umgang miteinander, wenn Bürgerinnen und Bürger von ihren eigenen Gemeinden aufgefordert werden, sich (ohne Sinn und Verstand?) gegen eine Unterschutzstellung zu äußern? Aus der Stadt Elsterberg sind Äußerungen zu hören, dass das Elstertal ?stillgelegt? würde wenn das Schutzgebiet käme, Züge könnten nicht mehr fahren, denn dadurch ?könnte ein Ei aus dem Nest fallen? (OTZ, 22.3.16). Führt man so eine niveauvolle Sachdebatte? Die Mitarbeiter*innen in der Naturschutzbehörde sollen doch bitte in die Lage versetzt werden, ihre verantwortungsvolle Arbeit weiter machen zu dürfen-nämlich auch die Öffentlichkeit und alle anerkannten Naturschutzvereinigungen im Freistaat Sachsen zur Absicht der Schutzgebietsausweisung anzuhören und alle eingegangenen Äußerungen abzuwägen, einschließlich der ?Ablehnungen der Flächeneigentümer" (Amtsleiter Tobias Pohl). Die Einstellung des Verfahrens wegen massivem ?Protest? anliegender Kommunen wäre eine der größten Blamagen des Naturschutzes im Vogtland.

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    Tauchsieder
    29.11.2017

    Tja so sind sie halt unser poltischen "Lokalgrößen". Über Naturschutz schwadronieren, den Diesel verteufeln, Insekten - und Artensterben bedauern, dass CO² verdammen usw. . Hier, wo man einen Schritt in die richtige Richtung gehen könnte, sind gerade diese sogenannten Volksvertreter sich wieder einig diesem Vorhaben nicht zu zustimmen.
    Wie schizophren ist das denn, können die sich noch im Spiegel ins Gesicht schauen?
    Jedes weitere Wort über Umwelt - und Naturschutz, aus deren Mund, wird in Zukunft völlig unglaubwürdig wirken.



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