Theater-Publikum zittert um "Aida"-Premiere

Die für vergangenen Samstag geplante Erstaufführung am Vogtland-Theater ging nicht wie geplant über die Bühne. Auch der zweite Termin wackelt. Jetzt steht zumindest einer fest.

Plauen.

Am Ende soll bekanntlich alles gut werden. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch kein Ende - so zumindest lautet ein bekannter Spruch. Kein Ende nehmen derzeit die krankheitsbedingten Ausfälle von Solisten der "Aida"-Produktion des Theaters Plauen-Zwickau. Eigentlich war für vergangenen Samstag die große Premiere im Vogtland-Theater geplant gewesen. Doch wegen der Erkrankung mehrerer Darsteller ging die Aufführung nur abgespeckt über die Bühne: als konzertante Variante. Was dabei auffiel: Die Resonanz beim Publikum war trotz der Krankheits-Nachrichten bestens, nur wenige blieben der Mini-Premiere fern. Es gab sogar etliche Bravo-Rufe und die Mehrzahl der 350 Zuschauer applaudierte im Stehen.

Die am Deutschen Nationaltheater Weimar engagierte brasilianische Sopranistin Camila Ribero-Souza brillierte als "Ersatz"-Aida. Auch der bulgarische Tenor Valeriy Georgiev, der am Samstag für die Rolle des ägyptischen Feldherren Radamès extra aus dem bulgarischen Varna eingeflogen war, überzeugte das Publikum. Brilliert hat auch Ensemblemitglied Johanna Brault.


Beim anschließenden Premierenempfang verriet der Regisseur Andreas Rosar, dass er streckenweise ganz schön gelitten hatte. "Ich hätte mir natürlich sehr gewünscht, zur geplanten Premiere meine Arbeit zeigen zu können", sagte der Saarländer, den eine langjährige Zusammenarbeit mit den Bayreuther Festspielen verbindet. In Bayreuth lernte er auch den Dramaturgen André Meyer kennen, den er nach Plauen holte. Generaldirektor Roland May gab sich indes noch hoffnungsvoll und zuversichtlich, zur bereits ausverkauften Vorstellung am kommenden Sonntag die "richtige" Premiere präsentieren zu können. Doch aller Hoffnung zum Trotz: Seit Donnerstagnachmittag steht fest, dass es auch am kommenden Sonntag, 15 Uhr, wegen des anhaltenden Krankenstands unter den Solisten erneut nur eine konzertante Variante geben wird.

Der aus Rumänien stammende und seit 1998 in Deutschland lebende Tenor Daniel Magdal, der schon an der Semperoper gesungen hat, übernimmt am Sonntag die Partie von Radamès. Tobias Peschanel wird als Zweitbesetzung die Partie des ägyptischen Pharao singen. "Als Aida singt erneut Camila Ribero-Souza als Gast vom Nationaltheater Weimar", teilte Carolin Eschenbrenner, Pressesprecherin des Theaters, mit. Der nächste geplante Aufführungstermin ist für den 28. Mai, 19.30 Uhr, angesetzt.

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