Thierbacher sanieren nach und nach ihr Vereinshaus

Sanitäranlagen jetzt neu und barrierefrei - Hilfe von mehreren Seiten

Thierbach.

Einst haben 1000 Leute jeden Freitag den Löschteich gerockt. Doch das Vereinsgebäude in Thierbach ist in die Jahre gekommen. Zum Glück für den 270-Seelen-Ort an der sächsisch-thüringischen Landesgrenze gibt es den Feuerwehrverein Thierbach, der das Gelände pflegt und die Räumlichkeiten Stück für Stück modernisiert. Der Verein ist Dreh- und Angelpunkt im Pausaer Ortsteil. Mit finanzieller Unterstützung der Plauener Sternquellbrauerei in Höhe von 500 Euro konnten jetzt die Sanitäranlagen nach zeitgemäßem Standard barrierefrei saniert werden.

Als vor 52 Jahren in Thierbach dieser rechteckige Feuerlöschteich eingeweiht wurde, bekam der Ort gleichzeitig auch sein inoffizielles Bad geschenkt. "Bis 1989 haben wir hier richtige Badfeste gefeiert", berichtet der Vereinsvorsitzende Uwe Winkler. Mit dem Ende der DDR avancierte das Gelände dann zur Partyzone. "Bis zu 1000 Besucher haben drinnen und draußen gefeiert, wenn wir freitags zur Disco geladen haben", berichtet Vereinsmitglied Reiner Falke. Die jungen Leute reisten aus Plauen oder Zeulenroda an. Bis zwei Uhr in der Früh spielte die Musik. Mit dem ersten Sonnenstrahl ging der letzte Gast nach Hause. 1997 war Schluss. Es ist ruhig geworden. Und die Feuerwehrleute wissen um ihre Verantwortung: "Wenn alle zu Hause bleiben, was ist das für ein Leben? Der Mensch liebt doch die Geselligkeit", weiß Uwe Winkler, wie wichtig der größte Veranstaltungssaal von Thierbach mit seinen 120 Plätzen geworden ist.

Alleine hätten es die 30 Mitglieder des Vereins nicht geschafft. So packte auch die Schalmeienkapelle mit an. Insgesamt 10.000 Euro hat die Sanierung bislang verschlungen. Fenster, Türen, Heizung, Fliesen und die Decke sind im Sanitärbereich komplett erneuert worden. (fp)

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