Thossener verrückt nach Pflaumen

Alles drehte sich am Samstag im Weischlitzer Ortsteil um das lila Obst. Wo man auch hinsah - es ging um die Steinfrucht. Nur ein Hänger voller Kürbisse machte eine Ausnahme.

Das schmeckt: Die Plauener Runde genoss Pflaumenkuchen und Kaffee vor dem Thossener Festzelt - das süße Gebäck gab es auch zum Mitnehmen. Und legte dieses Jahr geinen Rekord hin.

Von Simone Zeh

Das war Rekord zum Thossener Pflaumenfest: "Wir haben 77 Kuchen insgesamt", berichtete Isabell Feustel vom Heimatverein Thossener Eiche am Samstagnachmittag, als sie nebenbei prüfte, ob der Kaffee noch ausreichte. Vor dem Verkaufstisch hatte sich eine Menschenschlange bis hinaus auf die Festwiese gebildet. Was es da gab? Natürlich Pflaumenkuchen - und was für eine Menge: "454 Kuchenpäckchen haben wir zusammengestellt. Und gefühlte 150 Liter Kaffee gekocht", berichtete die Thossenerin. Bereits am Vormittag habe man mit dem Kaffeekochen begonnen.

Isolde Walther, Sarah Schlosser, Katrin Gruber und Pia Hecht reichten die Kuchenpakete aus, kassierten ab, schenkten Kaffee ein. Der Ansturm auf das kleine Fest war groß: "Wir hatten 40 Biertischgarnituren aufgestellt", erzählte Vereinsvorsitzender Thomas Schröter. Die reichten allerdings nicht. "Jeder hat noch zu Hause geschaut, was er an Stühlen, Tischen oder Bänken hat, und diese hergebracht."

Gemütlich draußen vor dem Festzelt saß auch eine Runde Plauener Gäste. "Wir kannten das Pflaumenfest bisher nur vom Erzählen und sind sehr angenehm überrascht", sagte Gisela Opitz. Und: "Der Pflaumenkuchen schmeckt bestens." Eine andere Plauenerin berichtete: "Wir sind jedes Jahr hier." Auf dem Tisch hatte sie gleich mehrere Pakete mit Pflaumenkuchen gestapelt. Warum? "Der ist zum Mitnehmen", verriet sie.

Natürlich genossen viele Besucher beim Fest neben den spätsommerlichen Leckereien auch die nette Musik: Für Unterhaltung im Festzelt sorgten Jana Sammer, die Schlager sang, sowie Richie Koch aus Schöneck, das kleine Gabalier-Double.

Wer wollte, konnte sich draußen im Pflaumenkernweitspucken versuchen. Und es gab noch eine andere Frucht des Spätsommers: leuchtend orangefarbene Hokkaido-Kürbisse. Diese konnte man bei Familie Walther bewundern. Sie hatte die Kürbisse im Garten geerntet und beim Fest zum Kauf angeboten.

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