Tourismus: Auch die "Pöhl" soll mit neuem Antrieb durchstarten

Fahrgästen auf der Talsperre Pöhl stinkt eins der beiden Schiffe: Die "Pöhl" müffelt deutlich mehr als die "Plauen". Das soll sich ändern - und zwar bald.

Pöhl.

Mitfahrer auf dem Schiff "Pöhl" an der Talsperre Pöhl halten zurzeit ihre Nasen nicht so gern in den Wind. Denn der trägt ihnen erschnüffelbar mehr Abgase zu als auf der "Plauen". "Gäste sagen: ,Wir wollen lieber mit dem anderen Schiff fahren'", erklärte Mariechen Bang, Geschäftsführerin des Talsperren-Zweckverbands, während des jüngsten Treffens der Verbandsmitglieder. Noch dieses Jahr will der Verband das Stink-Problem anpacken.

Weniger Abgase und auch weniger Lärm verursachen soll eine neuer Antriebstechnik für die "Pöhl" - die gleiche, die auch im Heck der "Plauen" seit Mai auf der Talsperre kreuzt. Dieses Schiff ist gerade erst mit umweltfreundlicherer Technik ausgerüstet worden: Anfang April wurden dem Schiff ein neuer Generator und ein ebensolcher Motor eingesetzt. Der Freistaat steuerte 90.000 Euro aus einem neuen Fördertopf für touristische Schifffahrt bei. Den Hut auf hatte beim Einbau der modernen Antriebstechnik die Hegemann-Werft aus Berlin.

Bei der Abnahme der "Plauen" vor ihrer Jungfernfahrt mit dem neuen Motor hätten Ingenieure und Techniker der Werft dem Verband sehr dringend geraten, sich auch noch die "Pöhl" vorzunehmen, erläuterte Bang.

Von dem Landes-Fördertopf soll die "Pöhl" jetzt profitieren: Denn es ist noch Geld drin, das der Zweckverband beantragt hat, damit die beiden Schiffe im Doppelpack leiser und umweltfreundlicher als bisher übers Wasser schippern - und Fahrgäste nicht länger die Nase rümpfen. Dafür schlichtete der Zweckverband Geld in seiner Kasse um, damit der Umbau noch dieses Jahr über die Bühne geht. So ergibt sich eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von rund 31.000 Euro. "Wir wissen nicht, ob es 2019 noch mal Fördermittel für Fahrgastschiffe gibt", so Bang. Für den modernen Antrieb der "Pöhl" hat der Verband, wie bei der "Plauen", 180.000 Euro eingeplant.

"Wir ziehen den Kraftakt durch", ermutigte Bang. Auch wenn dafür die "Pöhl" diese Saison wohl etwas früher aus dem Wasser muss.

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