Trauer um Plauener Maler und Ehrenbürger Manfred Feiler

Der Plauener Künstler war ein Botschafter des Vogtlandes und hat mit seiner heimatbezogenen Malerei hervorragende und bleibende Verdienste um die Entwicklung der Stadt Plauen und deren Ansehen in Deutschland und vielen Ländern erworben. Am 15. März ist Manfred Feiler im Alter von 94 Jahren gestorben.

Plauen. Die Stadt Plauen trauert um ihren Ehrenbürger Manfred Feiler. Der über die Grenzen des Vogtlandes hinaus bekannte Künstler starb am 15. März im Alter von 94 Jahren. "Mit Manfred Feiler verlieren wir einen engagierten Plauener und Vogtländer, der immer seiner Heimat verbunden war und das vogtländische Wesen mit seinen Bildern in die Welt hinaustrug. Das geplante Feiler-Foyer im oberen Foyer des Rathauses wird stets an ihn erinnern", erklärte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) in einem am Mittwochnachmittag verbreiteten Nachruf der Stadt.

 

Manfred Feiler hat an der Staatlichen Kunstschule für Textilindustrie Plauen studiert und war in all seinem Wirken seiner Heimatstadt Plauen treu geblieben. Bereits die ersten Ausstellungen nach dem Zweiten Weltkrieg in Plauen zeugten von seinem künstlerischen Können und seiner Heimatverbundenheit. Wenn zur DDR-Zeit seine Kontaktaufnahmen mit internationalen Künstlern und Ausstellungsmöglichkeiten im Wesentlichen begrenzt waren, folgten nach der politischen Wende weltweit Präsentationen bis hin zu vielen Kontakten zum Beispiel in die USA. Trotz dieser hohen Anerkennung und seiner weltweiten Beziehungen blieb er seiner Heimatstadt Plauen treu, was durch zahlreiche Veranstaltungen im Vogtland belegbar ist.

 

Manfred Feiler hatte 2018 eine Reihe seiner Werke der Stadt Plauen geschenkt - seiner Stadt Plauen, in der er am 22. August 1925 geboren wurde, in der er an der Staatlichen Kunstschule für Textilindustrie studierte, in der er seine Frau kennenlernte und heiratete, in der er einen Großteil seiner Werke schuf, deren Ehrenbürger er war. "Heimatverbundenheit ist ein Tick von mir", meinte er einst. Stets Sonne und warme Temperaturen, wie er es im Süden der USA erlebte, wären nichts für ihn. "Ich liebe und brauche Frühling, Sommer, Herbst und Winter, weil ich im Sommer malen kann, was ich im Winter erlebe, oder umgekehrt", gab er Einblick in sein Schaffen. (bju)


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