Turnhallenbau in Pausa kostet erheblich mehr

An die 700.000 Euro mehr als geplant wird der Bau der Zweifelder-Turnhalle in Pausa offenbar kosten. Grund sind die gestiegenen Baupreise, heißt es. Kontrovers waren die Meinungen der Stadträte in der jüngsten Sitzung.

Pausa.

Bei gut vier Millionen Euro liegen jetzt voraussichtlich die Baukosten für die neue Turnhalle in Pausa. Bisher hatte die Stadt 3,4 Millionen Euro vorgesehen, davon sind 1,4 Millionen Euro Fördergeld vom Freistaat. Ob es für die zusätzlich nötigen Kosten in Höhe von voraussichtlich 700.000 Euro noch Fördermittel geben wird, ist ungewiss. "Ich bin froher Hoffnung, dass wir die Förderung noch bekommen", sagte Jonny Ansorge (CDU), Bürgermeister von Pausa-Mühltroff, angesichts allgemein steigender Baupreise. "Wenn wir aber den Beschluss für die Mehrkosten nicht fassen, folgt Stillstand auf der Baustelle."

Es gehe um einen Grundsatzbeschluss, um die Vergabe der Bauleistungen durchführen zu können, erklärte Kämmerin Andrea Just. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es möglich, dass die Summe aus liquiden Mitteln gedeckt wird. Ein Kredit wäre nicht möglich." Und: "Die Summe erfordert einen Nachtragshaushalt." Man müsse sich außerdem bewusst sein, dass andere Investitionen, wie etwa der Bau der Außenanlagen, sich nach hinten verschieben.

"Wir haben eigentlich gar keine Möglichkeit als zuzustimmen. Sonst wäre ein Baustopp die Folge", umriss Hans-Joachim Schütt (CDU) die Situation. "Der Bau muss fertig gestellt werden, aber man muss dort Einschränkungen im Projekt machen, was nicht unbedingt nötig ist", meinte Andreas Schreiber (CDU). "Was wir jetzt nicht bauen, wird später auch nicht gebaut", gab Ansorge zu bedenken. "Ich bin dafür, dass wir es durchziehen. Mehrheitlich stimmten die Stadträte den 700.000 Euro Extrakosten zu, es folgten die Beschlüsse zur Bauleistungsvergabe.

"Für den Bau der Innentüren und Sanitärtrennwände gab es nur ein Angebot einer Firma aus Zwickau, so Projektleiter Peter Hahn. Für dieses, mit 37.768 Euro über der Kostenschätzung liegend, gaben die Stadträte grünes Licht. Genauso auch für das günstigste Angebot für die Fliesenlegerarbeiten, welche ein Unternehmen für 22.226 Euro aus Bernsgrün ausführen wird. "Das entspricht 78 Prozent der Kostenschätzung", so Hahn. Allerdings habe die Preisspanne bis knapp 30.000 Euro gereicht. Eine Firma aus Nossen wird die Sport- und Geräteböden für 145.000 Euro - das günstige von vier Angeboten - erstellen. Den Trennvorhang zur Teilung der Turnhalle wird ein Unternehmen aus Politz für 19.801 Euro einbauen. Es hatte sechs Angebote gegeben.

Für die feste, mobile Ausstattung mit Kosten von 101.557 Euro wird eine Turngerätefabrik aus Winnenden zuständig sein. Eine Firma aus Ludwigsburg bekommt den Auftrag, die Klapptribünen einzubauen. Nicht nur die Kosten in Höhe von 197.075 Euro, die über 16 Prozent der Schätzung liegen, sorgten für Diskussion. Wie Andreas Schreiber stellte auch Pascal Steinmüller (FWPM) die Frage, ob diese Tribünen wirklich gebraucht würden. Gegen diese Bauleistungsvergabe stimmten drei Stadträte, es gab eine Enthaltung. Alle Bauleistungsvergaben wurden ansonsten einstimmig befürwortet.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...