U-Boot-Angriff auf britisches Schiff: Überlebende in Plauen

Plauen (dpa/sn) - Als Überlebende eines U-Boot-Angriffs im Zweiten Weltkrieg kommt die Britin Helen Charles ins vogtländische Plauen. «Sie möchte mit Menschen ins Gespräch kommen», sagte der Plauener Historiker Gerd Naumann. Als Baby sei die heute 77-Jährige mit ihren Eltern auf dem britischen Passagierschiff Laconia gewesen, das am 12. September 1942 von einem deutschen U-Boot versenkt worden ist.

Der verantwortliche deutsche U-Boot-Kommandant Werner Hartenstein stammt aus Plauen. «Aber als er die vielen Zivilisten im Wasser sah, startete er auf eigene Faust eine Rettungsaktion», berichtete Naumann, der sich im Plauener Verein International Submarine Connection U-156 Plauen (ISCP) engagiert. Hartensteins menschliche Entscheidung habe Helen Charles ihr Leben zu verdanken.

1100 Menschen überlebten den als «Laconia-Zwischenfall» bekannt gewordenen Beschuss. 1500 Passagiere starben. ISCP mit 54 Mitgliedern möchte die Erinnerung sowohl an das Unglück und als auch Hartenstein wachhalten. Vom kommenden Montag an wird die Überlebende Charles zu Gesprächen in Schulen erwartet. Am 12. September (17.00 Uhr) ist in der Plauener Pauluskirche eine Andacht geplant.

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