Ü 30-Party mit neuem Konzept: Licht und Schatten in Festhalle

Während das neue Raumkonzept des Veranstalters überwiegend gut ankam, sorgte eine andere Neuerung für harsche Kritik.

Plauen.

Alles einen Tick frischer und vor allem mit Niveau. Das versprach im Vorfeld der Veranstalter der Ü 30-Party am Samstagabend in der Festhalle. Rund 800 Party-Gäste waren gespannt auf das neue Konzept der Zwickauer Agentur Polar 1. Ins Auge fielen die neuen Alu-Traversen inklusive Lichttechnik rund um die Tanzflächen im großen und kleinen Saal. Statt dominanter Tischreihen setzten Veranstaltungs-Chef Lukas Lenk und sein Team auf trendige Lounge-Bereiche und Stehtische. Das kam bei vielen Besuchern gut an. Auf einer Tafel im Foyer konnte man Lob und Kritik loswerden. Schon bald reichte der Platz auf der Schreibfläche nicht mehr aus.

Knackpunkt an diesem Abend war der Service. Nur eine Bar im großen Saal und der Tresen im Foyer sorgte für Verärgerung unter den Gästen. Kirsten Schmidt war schon öfters zur Ü 30-Party in der Festhalle. "Das geht gar nicht. Wir wollen hier Tanzen und Spaß haben und nicht eine halbe Stunde nach Getränken anstehen." Selbst das Abgeben der leeren Gläser wurde zum Problem. Die Plauenerin zeigte sich insgesamt enttäuscht. "Das geht nicht auf, wenn sich die Preise erhöhen und der Service weniger wird."

Das sah auch Sven Zahn so. Mit seinem Freundeskreis war er schon öfters bei diesem Veranstaltungsformat dabei. "Früher gab es vier Barbereiche." Dennoch sah der Plauener auch viele Lichtblicke. "Der Musik-Mix hat gepasst." Auch das aufgelockerte Raumkonzept gefiel ihm. "Wir brauchen so eine Party in Plauen. Da muss aber auch der Service dazu passen." Diesbezüglich will Lenk reagieren. "Beim nächsten Mal richten wir auf jeden Fall eine dritte Bar ein."

Snacks für den Hunger zwischendurch gab es in Form von Hamburgern diesmal ausschließlich nur vor der Halle. Auch das hielten nicht alle Gäste für die beste Idee. Diejenigen, die das Angebot nutzten, standen an den Heizstrahlern in geselligen Runden zusammen.

Die Tatsache, dass an diesem Abend auch im Club Zooma an der Schöpsdrehe eine ähnliche Party lief, spielte den Organisatoren nicht unbedingt in die Karten. Vermutlich hätten sonst mehr Nachtschwärmer den Weg in die Festhalle gefunden.

Dafür hatten Tanzwillige im großen Saal viel Bewegungsspielraum. Dort servierte DJ Zedo vorrangig Hits aus den 1980-er und 1990-er Jahren. Wer wollte, konnte sich gleich zu Beginn unter Anleitung von Tanzlehrern der Rodewischer Musikschule Discofox eintanzen. Einige Paare nahmen die Einladung gerne an. Nebenan im kleinen Saal war Club-Sound angesagt. Für den richtigen Mix sorgten die aus dem Zwickauer Nachtwerk bekannten DJs Maik Horlbeck und Kinni.

Die nächste Ü 30-Party soll laut Lenk nächstes Jahr am 14. März steigen.

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