Übergriff auf Busfahrer: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Im Fall des verletzten Busfahrers hat die Polizei nun in Zusammenarbeit mit dem Plauener Verkehrsunternehmen einen Tatverdächtigen ermittelt. Es handelt sich um einen 30-jährigen Tunesier, der im Verdacht steht, den 51-jährigen Busfahrer am Freitagabend schwer verletzt zu haben. Gegen den Tatverdächtigen wird nun unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt. 

Während seiner Schicht am Freitagabend in Plauen hatte der Busfahrer eine Nasenbeinfraktur sowie einen fünffachen Schulterbruch erlitten. Der 51-Jährige liege weiterhin im Krankenhaus, teilte das Plauener Straßenbahnunternehmen am Montag mit, das auch die Stadtbuslinien betreibt. Die Fahrer sollen demnächst ein Deeskalationstraining erhalten. Die Schulung sei bereits vor dem Unfall geplant gewesen, sagte Geschäftsführerin Barbara Zeuner. Besonders in den Nachtbuslinien seien die Fahrer verbalen Attacken ausgesetzt.


Am Freitagabend war es an der Haltestelle Leibnitzstraße in Plauen zu Handgreiflichkeiten zwischen dem Fahrer und einem Mann an der Bushaltestelle gekommen. An der Haltestelle seien zwei Frauen von einem Mann belästigt worden, so die Polizei. Der Fahrer habe den Mann aufgefordert, die Frauen in Ruhe zu lassen. Daraufhin habe dieser auf den Fahrer eingeschlagen. Der 51-Jährige stürzte nach hinten und verletzte sich schwer, der Tatverdächtige konnte flüchten.

Die Polizei sucht nach dem Übergriff nach zwei Zeugen. Zwei ältere Herren hatten versucht, den Täter vom Busfahrer wegzuziehen. "Diese beiden Herren werden dringend gebeten sich im Polizeirevier Plauen zu melden", heißt es in einer Pressemitteilung. Zur Täterbeschreibung geben die Beamten bislang keine Angaben heraus, hieß es auf Nachfrage. Erst sollen weitere Zeugen gehört werden.

Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter Telefon 03741/140 entgegen. (nij/fp/manu/em)

Bewertung des Artikels: Ø 4.4 Sterne bei 10 Bewertungen
9Kommentare
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  • 11
    3
    Zeitungss
    11.09.2019

    @cmi: Sie dürfen sich an diesem Zustand auch erfreuen, die Demokratie gibt es her. Man kan auch wegsehen, wenn man keinen Bezug oder gar Betroffener ist. Sie dürfen allerdings auch einen Selbstversuch in einem Urlaus- oder Gastland machen. Den Ausgang zeilen Sie uns sicherlich mit.

  • 8
    16
    cmi
    10.09.2019

    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die Nennung eines nichtdeutschen Tatverdächtigen die Kommentare hier explodieren lässt.

    Schlägerei unter deutschen Jugendlichen: 0 Kommentare
    Deutscher verursacht unter Drogeneinfluss schweren Verkehrsunfall: 0 Kommentare
    usw. usf.

    Davon vollkommen unabhängig natürlich gute Besserung an den Busfahrer und vielen Dank für seinen Einsatz.

  • 11
    6
    Interessierte
    10.09.2019

    Ich habe noch keinen Busfahrer geschlagen , ich war immer froh gewesen , wenn er mich heim gefahren hat und habe mich auch schon bedankt - fürs Türe öffnen ...
    Aber starke und durchtrainierte junge Männer wären sicherlich besser als ein älterer Nachtfahrer mit Bäuchlein ... vielleicht welche mit Polizeiausbildung ...

  • 5
    17
    SimpleMan
    10.09.2019

    @Zahlemann "Ja das machen Deutsche auch...
    Also, wann habt ihr euren Busfahrer das letzte mal Krankenhausreif geprügelt?" Wollen Sie etwa behaupten, dass noch nie ein Deutscher einen Busfahrer krankenhausreif geschlagen hat?

  • 21
    9
    701726
    10.09.2019

    Dem Täter wird schon nichts passieren, er hat doch physische Probleme.

  • 19
    7
    Zahlemann
    10.09.2019

    Bei solchen Ereignissen muss ich mir immer anhören: Ja das machen Deutsche auch...
    Also, wann habt ihr euren Busfahrer das letzte mal Krankenhausreif geprügelt?

  • 25
    5
    fschindl
    10.09.2019

    "Die Fahrer sollen demnächst ein Deeskalationstraining erhalten"
    Kampfsportausbildung wäre angebrachter..gute Besserung an den Fahrer, wieder einer der seinen Kopf für das Versagen anderer hinhalten darf

  • 23
    4
    ASS
    10.09.2019

    Die besten Genesungswünsche für den Busfahrer. Hochachtung für seine Zivilcourage. Leider schon wieder ein bedauerlicher Einzelfall

  • 35
    10
    Pelz
    09.09.2019

    Nationalität des Tatverdächtigen... Ich habs geahnt....



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