Umwelt macht Schule

Den Sinn für Umweltbelange schärfen und zum Nachdenken anregen - das ist Ziel eines Schülerprojekts gewesen, an dem die Plauener Hufelandschule teilnahm. An dieser Stelle steht, welche Erkenntnisse die Schüler gewannen.

Plauen.

Wir, die Schüler der Dr.-Christoph-Hufeland-Oberschule in Plauen, haben eine Unesco-Projektwoche zu unterschiedlichen Themen durchgeführt. Unsere Projektgruppe befasste sich mit dem Thema Umwelt macht Schule - und hier speziell mit Plastemüll.

Bei diesem Projekt arbeiteten wir mit der "Freien Presse" zusammen. Unsere Aufgabe war es, mehrere Beiträge zu dem Thema zu erarbeiten. Dazu benötigten wir praktische Informationen. Wir verbrachten einen Tag in der Stadt Plauen und befragten Passanten. Und wir besuchten verschiedene Einrichtungen: Meister Kabelrecycling, Kaufland und Aldi. Dort stellten wir unsere Fragen zum Thema Plastik.


Die meisten Passanten waren der Ansicht, dass man mehr auf seine Umwelt achten sollte. Sie sagten außerdem, dass es wichtig sei, Plastik in Läden abzuschaffen. Eine Passantin erwähnte auch, dass wir uns in Deutschland ein Beispiel an Finnland nehmen könnten, denn dort wurde Plastik zum größten Teil in Geschäften abgeschafft.

Das fanden wir interessant. Nach weiteren Nachforschungen sind wir auf die finnische Firma Sulapac gestoßen. Sie stellt zu 100 Prozent biologisch abbaubare und mikroplastikfreie Stoffe her. Wir besuchten außerdem die Firma Meister Kabelrecycling in Plauen. Der Geschäftsführer, Ronny Saller, stellte uns seinen Betrieb vor. Er berichtete uns über seine Firma und die Tätigkeiten, die sie ausüben. Wir wurden darüber informiert, wie bestimmte Stoffe recycelt werden. Kabel, die defekt oder alt sind, werden aufgekauft. Nachdem sie auf dem Betriebsgelände eingetroffen sind, werden alle Kabel zuerst sortiert. Anschließend werden sie in ihre Einzelteile getrennt und geschreddert. Metallteile werden sie zum Beispiel an Gießereien weiterverkauft und zu neuen Kabeln verarbeitet.

Im Rathaus und anderen Geschäften hatte man für uns leider keine Zeit. Doch man kann sagen, dass viele Menschen der Ansicht sind, dass sich einiges ändern muss - und zwar jetzt! Warum nehmen wir uns denn kein Beispiel an Finnland? Ist es denn so schwer, sich einen Stoffbeutel oder einen Korb mitzunehmen und damit seine Lebensmittel zu transportieren? Ist es zu viel verlangt, Milch statt in Kartons, in Gläsern zu kaufen? Wenn wir etwas ändern wollen, dann heute und nicht morgen. Schließlich wollen auch unsere Enkel in einer sauberen Welt leben.

Diese Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll sammelten die Schüler: Stoffbeutel statt Plastiktüten, Kauf von frischen Produkten, Einkauf in Biomärkten, Verzicht auf Plastikflaschen.


Endlich Mülltrennung

Seit Anfang des Jahres wird an der Hufelandschule der Müll getrennt. Mia-Alena Stenke aus der Klasse 8b sprach darüber mit Lehrerin Sammler.

Wie sind Sie auf das Thema Umwelt gestoßen, und warum in der Schule?

Umwelt betrifft uns alle und wir Lehrer haben die Aufgabe, das den Schülern zu vermitteln. Ich persönlich bin am Umweltschutz interessiert. Und das lebe ich auch in meiner Familie. Als ich vor zwei Jahren an die Dr.-Christoph-Hufeland-Oberschule Plauen kam, fiel mir auf, dass hier kein Müll getrennt wurde. Das wollte ich ändern.

Wie war die Umsetzungsdauer, eher schwierig oder eher einfach?

Als ich die Idee hatte, waren nicht alle davon begeistert, jedoch hatte ich einen Großteil der Lehrer und Schüler auf meiner Seite. So kam es, dass wir seit Januar 2019 an unserer Schule den Müll trennen - bestmöglich.

Wie lang hat es gedauert, dieses Projekt umzusetzen?

Ein bis zwei Monate waren es schon.

Haben Sie schon mal an einem Projekt teilgenommen, das mit Plastik zu tun hat? Wenn ja, wie war es, wenn nein, können Sie sich vor stellen, noch ein Projekt mit Umwelt zu machen?

In meiner Schulzeit hatte ich solche tollen Umweltprojekte nicht. Ich kann mir vorstellen, als Lehrerin ein solches Projekt durchzuführen.

Wie viele Säcke mit Plastik be kommen Sie in einer Woche zusammen?

Wir sind ein Vier-Personen-Haushalt und haben so viel Plastikmüll, dass wir damit zwei gelbe Säcke füllen können, was viiiiel zu viel ist.


Das Projekt

Umwelt macht Schule - an dem Projekt "Umwelt macht Schule" nehmen Schülerinnen und Schüler aus 30weiterführenden Schulen sowie zehnTageszeitungen in ganz Deutschland teil. Die Schüler setzen sich dabei unter pädagogischer Anleitung mit aktuellen Umweltthemen auseinander. Als Ergebnis des Projekts erscheinen die von den Schülerinnen und Schülern selbst recherchierten und verfassten Artikel in der jeweiligen regionalen Partnerzeitung. Das Projekt wurde unterstützt durch das Bundesumweltministerium. Umgesetzt wird es unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze durch das IZOP- Institut Aachen.

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