Unterhaltsamer Abend rund ums Thema Bett

Am Samstag feiert im Vogtland-Theater die Revuette "Kind, ich schlafe so schlecht" Premiere. Das Interesse an der Aufführung ist groß.

Plauen.

Wer im Duden oder im Brockhaus nach dem Wort "Revuette" sucht, wird nichts finden. In biografischen Beiträgen über den deutschen Revue- und Tonfilmkomponist Friedrich Hollaender (1896-1976) steht die Bezeichnung geschrieben. Der Künstler benannte so seine mit Kabarett verbundenen kleinen Revuen. Deren musikalische, literarische und politischen Beiträge sind an einem roten Faden aufgehängt, an einem Thema, das sich durch das Programm zieht.

Bei der vom Operndirektor des Theaters Plauen-Zwickau, Jürgen Pöckel, geschaffenen Revuette "Kind, ich schlafe so schlecht" stellt das Bett diesen Aufhänger dar. Darum dreht sich alles, und das wird in Plauen erstmals am Samstag ab 19.30 Uhr auf der Kleinen Bühne des Vogtland-Theaters so sein. Nataliia Ulasevych und Marcus Sandmann vom Musiktheater singen, spielen und tanzen zwei Stunden und 40 Minuten lang, die Pause eingerechnet. Für die beiden Opernsänger stellt die musikalische Bandbreite des Abends mit 32 Musikstücken von Johann Sebastian Bach bis Rosenstolz eine Herausforderung dar, wie bei der Soiree zu der Aufführung am Sonntag zu hören war.

"Das ist sehr schwer", ging Nataliia Ulasevych auf die verschiedenartige Musik ein. Dass sie ebenso wie ihr Partner in der Revuette, Marcus Sandmann, bestens vorbereitet ist, stellten beide mit mehreren Kostproben aus dem Programm eindrucksvoll unter Beweis. "Ich hätt' getanzt heut Nacht" aus dem Musical "My Fair Lady" war unter anderem neben einem russischen Lied am Ende der Soiree zu hören. Angekündigt ist außerdem Musik von Paul Abraham, Leo Fall, Robert Stolz, Walter Kollo und Jacques Offenbach. "Es geht von Klassisch zu Modern und Pop", versicherte Pöckel.

"Wir sehen zwei Bühnenkünstler am Abend eines Arbeitstages", ging der Regisseur auf den Inhalt des Stückes ein. Die beiden Akteure stehen vor dem Spiegel und fragen sich, "wie das mit dem Einschlafen ist", verriet er weiter. Mehr wollte das Ensemble aber nicht preisgeben - außer, dass ein Bett das Bühnenbild beherrschen wird und viele Kostüme zu sehen sind. Nataliia Ulasevych hat fünf Kostüme und in einer Szene hinter den Kulissen kaum eine Minute Zeit zum Umziehen. Auch das Weitersprechen des Textes während des Umkleidens gehört zu den Herausforderungen des Programms.

Die Inszenierung wird von Matthias Spindler als musikalischem Leiter am Piano begleitet. Mitglieder der Clara-Schumann-Philharmoniker wirken ebenso mit. Neben dem Piano sind Schlagzeug, Klarinette und Tuba zu hören. Hanna Kneißler zeichnete für die Dramaturgie verantwortlich, Ekaterina Tumanova für die Choreografie und Charlotte Labenz für Bühne und Kostüme. "Es verkauft sich sehr gut", appellierte Jürgen Pöckel an die Soiree-Besucher, schnell Karten zu besorgen.

Weitere Vorstellungen gibt es Dienstag, 11. Februar, 19.30 Uhr, Donnerstag, 9. April, 19.30 Uhr und Samstag, 18. April, 18 Uhr.


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