Untersuchung zu Vogelschutz unverzichtbar

Industriegebiet: Grüner empfiehlt Gründlichkeit

Plauen.

Der ehemalige Stadtrat und Kreisrat Dieter Rappenhöner (Grüne) empfiehlt der Stadt Plauen dringend, im Zuge ihrer Industriegebiets-Pläne ornithologische Untersuchungen vorzunehmen. Angesichts des weitreichenden europäischen Artenschutzes für Vögel sei das bei der erhofften Erschließung eines Industriegebietes in Kauschwitz unabdingbar. Er sei bei einem Straßenbauvorhaben nahe Kassel mit einbezogen, das wegen eines einzelnen Brutpaares gestoppt wurde, warnt Rappenhöner, dies nicht zu unterschätzen.

Auch der in Kauschwitz festgestellte Grauspecht gehöre zu den nach Bundesnaturschutzgesetz geschützten Arten, betont Rappenhöner unter Bezug auf eine Veröffentlichung in der "Freien Presse" vom Freitag. Aus seiner beruflichen Sicht als Planer sieht er im Grauspecht allerdings keinen Hinderungsgrund für die auf dem Acker linksseitig der Bundesstraße 282 an der Schöpsdrehe erhoffte Industrieansiedlung der Stadt Plauen. Der geplante Gewerbestandort liegt auf Feldern, der Grauspecht indes hat im Wald seine Brutgebiete und seine "essenziellen Nahrungsgebiete". Anders sieht das mit Kiebitz, Rebhuhn oder Feldlerche aus. Die, so Rappenhöner, sind auf Feldern heimisch. (ur)


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Tauchsieder
    04.02.2020

    Schön für Hr. Rappenhöner, es wäre noch schöner gewesen, wenn er diese Grundsätze auch als Leiter des Planungsbüro für den "Schlosshang" in Plauen berücksichtigt hätte.
    Sollte wider erwartend der Planungsverband dem Vorhaben zustimmen, so gibt es nur eine Konsequenz, Planfeststellungsverfahren, verbunden mit einer FFH- und Umweltverträglichkeitsprüfung(UVP). Dann sehen wir weiter.
    Da kann man nur hoffen, dass der Planungsverband dem einen Riegel vorschiebt.