Vermessung der Weißen Elster zieht sich hin

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Das 320.000 Euro teure Projekt der Landestalsperrenverwaltung dauert zwei Jahre länger als ursprünglich geplant. Die Pandemie ist nur ein Grund dafür.

Bei der Erstellung neuer Hochwassergefahren- und -risikokarten durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) an der Weißen Elster ist es pandemiebedingt zu erheblichen Verzögerungen gekommen. Das teilte die Sprecherin der Behörde, Katrin Schöne, mit. Der Verzug sei aber auch auf die erforderlichen umfangreichen Vermessungsleistungen zurückzuführen.

Im Auftrag der LTV werden Flüsse in ganz Sachsen vermessen. Im Vogtland haben bereits im Juni 2019 mehrere Teams des Ingenieurbüros Bauer aus Aue damit begonnnen, die Weiße Elster zwischen der Grenze zu Tschechien, der Talsperre Pirk und der Landesgrenze zu Thüringen zu vermessen. 320.000 Euro hat die LTV für das Projekt geplant, das eigentlich bis Ende des Jahres 2020 abgeschlossen sein sollte. Ziel der umfangreichen Vermessungen ist es, 2-D-Modelle zu erstellen, die zeigen, wie sich die Weiße Elster sowohl bei extremem Hochwasser als auch bei harmloseren Ereignissen verhält. Dafür werden von Experten nicht nur die Uferbereiche, sondern auch feste Bauwerke wie Brücken dokumentiert und erfasst. Anhand der Daten können verschiedene Hochwasserereignisse simuliert werden. "Aktuell gehen wir davon aus, dass die Erstellung der Karten für den Abschnitt der Weißen Elster unterhalb der Talsperre Pirk bis zur Landesgrenze nach Thüringen im ersten Quartal 2022 und die Karten oberhalb der Talsperre Pirk bis zur Landesgrenze nach Tschechien im zweiten Quartal 2022 fertiggestellt werden können", so Schöne. "Belastbare Berechnungsergebnisse liegen üblicherweise jedoch schon eher vor." Die Landestalsperrenverwaltung geht nicht davon aus, dass die Verzögerungen Mehrkosten verursachen.

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