Viel Schönes

Singen und Tanzen gleichzeitig klappt inzwischen schon ganz gut. Naja. Fast. "Au!", rutscht es mir raus, als ein Mit-Komparse gegen mein Schienbein rennt. Zum Glück hat er keine Schuhe an. Beim nächsten Mal schlage ich ihm vor, mal mein linkes Bein zu nehmen. Dann stolpere ich über meine eigenen Füße. Hat er gesehen, oder? Na klar. Wir müssen grinsen.

Seit der ersten Probe mit Ballett-Chefin Annett Göhre Ende Juli heißt es vor den Schritten und Drehungen: Fersen in den Boden, Arme hängen lassen, Bauchnabel zur Wirbelsäule und Brustbein zur Sonne. Danach oft pädagogisch: "Da war schon viel Schönes dabei." Vor zwei Wochen hat Annett Göhre gesagt: "Endlich mal Schauspiel!" Sie freut sich wirklich darüber. Auch jetzt noch. "Man kriegt so viel zurück und alle sind hoch motiviert bis in den kleinen Zeh", erklärt sie. Damit kleine Zehen und große Töne sich nicht ins Gehege kommen, hat sich die Ballett-Chefin extra besondere Choreografien ausgedacht. "Die Bewegung soll den Gesang unterstützen", sagt sie. Zum Beispiel: Wenn der Ton rauf muss, geht die Bewegung nicht runter. Außerdem will sie das Tanz-Level hochhalten - uns Statisten aber nicht überfordern.

Zum Glück sind die Profi-Tänzer jederzeit bereit, sich zu uns zu gesellen und sich auf die Füße glotzen zu lassen. Persönliche Nachhilfe inklusive. Zum Beispiel für mich, die gelegentlich den Körperklaus gibt, und meinen schienbeintretenden Mitstreiter. Damit wir die richtigen Schritte bald so gut draufhaben, dass wir auch noch an unseren Chor-Einsatz denken: "Oh yeah!"

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