Vogtland-Arena erhält Windsegel: Weitere Investitionen sollen folgen

Eine Investition an der Schanze in Klingenthal wird Skispringern mehr Sicherheit bieten. Weitere Arbeiten stehen an.

Klingenthal.

Noch in diesem Jahr wollen Mitarbeiter der Baufirma VSTR Rodewisch die Fundamente für das stationäre Windsegel der Vogtland-Arena in den Boden bringen. Vervollständigt wird dann der Bau im kommenden Jahr. So kündigte es Klingenthals Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) als Vorsitzender des Zweckverbands für die Vogtland-Arena an. Gemeinsam mit Staatssekretär Günther Schneider und Landrat Rolf Keil (beide CDU) vollzog er am Montagvormittag den symbolischen Schaufelstich.

Rund 2,2 Millionen Euro umfasst die Investition. Sie soll laut Hennig nicht nur den Skispringern an dem vom Wind her oftmals problematischen Schwarzberg mehr Sicherheit bieten, sondern auch eine Forderung erfüllen: Der Internationale Skiverband (Fis) fordert eine solche Anlage, wenn Klingenthal weiterhin Weltcup-Ausrichter bleiben will. Allein schon der Druck der Fernsehanstalten bei der Einhaltung der geplanten Übertragungszeiten sei groß, zeigte Landrat Keil auf. Das Bauvorhaben wird zu gut 85 Prozent vom Freistaat gefördert. "Damit können wir mit ruhigem Gewissen weiter in die Vogtland-Arena investieren", so Keil. Die notwendigen Eigenmittel bringen der Vogtlandkreis und die Stadt Klingenthal auf - ohne Kreditaufnahme, wie Oberbürgermeister Hennig betonte.

Das Windsegel wird nicht die letzte Investition in der Vogtland-Arena sein, so Landrat Keil. Er meinte damit nicht nur den im Gespräch befindlichen Bau eines Besucher-Informationszentrums, sondern auch das gesamte Umfeld der Schanze: Dieses bedarf fast 14 Jahre nach der Einweihung einer Auffrischung. Keil hatte bereits im Juli 2018, als der einmillionste Besucher in der Vogtland-Arena begrüßt werden konnte, davon gesprochen, dass an Sanierungsplänen gearbeitet wird.

Den sportlichen Rahmen für den symbolischen Schaufelstich bildete das Training der tschechischen Nordisch Kombinierten. Vor wenigen Tagen erst hatte der tschechische Skiverband auf die Skiflug-WM 2024 in Harrachov verzichtet. Die Schanze, auf der 1983 der Klingenthaler Klaus Ostwald Skiflug-Weltmeister wurde, ist nicht mehr sprungfähig. Im Sommer 2018 musste dort auch die 90-Meter-Schanze als letzte der fünf Sprunganlagen stillgelegt werden. Dem traditionsreichen Standort Harrachov droht generell das Aus.

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