Vogtland-Wirt fürchtet: In ein paar Jahren wird es nur noch Ketten wie McDonalds oder Starbucks geben

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Der coronabedingte Lockdown setzt der Hotel- und Gaststätten-Branche im Vogtland zu. Neben Umsatzausfall und rechtlicher Unsicherheit sorgt die schleppende Auszahlung der Hilfsgelder für Unmut.

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1717 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    3
    Interessierte
    02.02.2021

    Danke @Gags :-)
    Und diese Redensart von @Bertl kenne ich gar nicht ...
    Und von @ralf diese 3 km , damit ist bestimmt die Kö`nigstraße gemeint ( StraNa )

    Leider ist das eben so , dass das Schnitzelparadies und die Bierkneipen ausrangiert wurden aus der Innenstadt-Insel ..
    Erst kamen das Pizza-Paradies und die ausländischen Spezialitätenkneipen und dann die Gästekneipen und letzteres hat zwischenzeitlich Vorrang und wohl 24 Stunden geöffnet , da man die Nacht zum Tage und somit die Stadt unsicher macht , da man keine Arbeit hat ...

    Mein Vorschlag , dass diese Gäste früh um 8 Uhr zum Deutschunterricht gehen müssen , hat ja` niemand erhört ...
    Dazu muß erst eine Frau Schulze - Scholze - Baerbock - Ska - Jelpke – Köppping kommen , dann wird das vielleicht mal gemacht ....

  • 7
    3
    OlafF
    31.01.2021

    @CKarnatzsch: Man merkt wie schwer heute schon einigen das erfassen von Wort und Sprache fällt.
    Es war meine Großmutter , und es handelte sich um einen Vgl. von "Stammtisch" und "Social-Media". Aber wenn Sie auf meine Großmutter anspielen, Ja, sie war ein toller Hecht und kein Jammerlappen. Baujahr 1913 und hat es immer wieder geschafft sich gegenüber dem "Mainstream" zu behaupten. Auf die Regierungen hat sie stets ge....en.

  • 5
    3
    ralf66
    31.01.2021

    Möchte das Thema aber mal ohne Coronamaßnahmen betrachten, dass Problem ist leider kein neues und wirft auch Fragen auf.
    Die deutsche Gastronomie mal abgesehen von der Sterneküche ist preislich akzeptabel nicht zu teuer geschmacklich und in Bezug auf die Portionen auch gut.
    Als ich vor 16 Jahren in einer großen Stadt die 3 km lange Straße bis zum Stadtzentrum lief viel mir auf, dass deutsche Gasthäuser u. Ibisse nicht vorhanden waren; chinesische Restaurants u. Dönergeschäfte waren dort alleine in hoher Anzahl vertreten.
    Die Frage ist, will der Kunde keinen Schweinebraten mehr, keine Bock- oder Bratwurst auf Brötchen, haben sich die deutschen Gastronomen verdrängen lassen oder sind sie verdrängt worden was sind die Gründe?
    Der deutsche Gast hockt nicht mehr würfelnd oder Skat spielend am Gasthausstammtisch sondern die sitzen in Getränkeläden und Garagen werten aus was sie für Helden der Arbeit sind trinken ihr Bier und ziehen munter über andere Leute her.

  • 5
    8
    gelöschter Nutzer
    31.01.2021

    @olaff ihre mutter war schon ein toller hecht. so ganz ohne facebook und whatsapp.

  • 12
    1
    leserwolf1962
    31.01.2021

    Ich glaube kaum das McDonalds einen ordentlichen Sauerbraten hinbekommt, also für diejenigen die lieber ein handgeklopftes Schnitzel genießen möchten anstatt mit einem Schlammburger abgesättigt zu werden, wird es auch nach Corona noch einen Tisch geben an den sie sich setzen können.
    Ist halt für die traurig deren Existenz nun ohne eigene Schuld den Bach runter geht.

  • 3
    7
    inoino
    31.01.2021

    OlafF: "Es fragt sich nur: Arbeitet ein zukünftiger "Lohn-Sklave" genauso fleißig und gewissenhaft, wie früher als Unternehmer?"

    Er wird es müssen, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Es gibt noch genug Arbeitslose - und das wird so bleiben (z.B. durch Migration oder Automatisierung).

  • 11
    4
    OlafF
    30.01.2021

    GmbH ? Warum nicht gleich wieder HO oder Konsum-Gaststätte ? Meine Großmutter hat bis zu ihrem 75 LJ einen Privatgasthof mit Tanzsaal geführt, als Familienunternehmen. Was dies in der Plan-und Mangelwirtschaft für einen Kampf bedeutete, kann heute kaum noch jemanden einschätzen. Bedeutete auch zeitig aufstehen, den ganzen Tag Arbeit und spät abends die letzten Gäste herauskomplimentieren. Und dann noch die Tagesabrechnung. An Ruhetagen Bestellungen, Vorarbeiten und Wartung, im Urlaub Renovierung und Baumaßnahmen. Die Gäste standen oft schon 30 min vor der Öffnungszeit vor der Tür. Privatleben und Familienleben bildeten eine Einheit und trotzdem war sie glücklich und zufrieden. Gegenüber DDR-"Erlebnissgastronomie" und heutiger Systemgastronomie, kein Vergleich mgl. War immer alles frisch und ohne Fertigkomponenten. Der Stammtisch, w. immer gut gefülltund man kam auch ohne TV, Facebook und whatsapp aus. Einfach nur schade....aber leider dem Zeitgeist entsprechend.

  • 5
    4
    Gegs
    30.01.2021

    @ Interessierte:

    Geben Sie nichts auf Bertl, Ihre Aussage trifft es im Grunde schon. Im Osten, wo man nach der Wende neu angefangen hat, sind die Bedingungen schwerer. Weil es eben selten Unternehmen in xter Generation mit angehäuften Rücklagen gibt, die Eigenkapitaldecke oftmals (unverschuldet) schwach ist und Kredite drücken.

  • 9
    8
    Bertl
    30.01.2021

    @Interessierte: solch eine inhaltsleere Aussage wie die Ihre habe ich auf dieser Plattform noch nie erlebt. Es gab und gibt hier unsinnige und ziemlich dumme Meinungen, aber natürlich auch intelligente und kompetente Äußerungen. Aber für Ihren Beitrag hier muss noch eine neue Kategorie "erfunden" werden. Das erinnert an den sprichwörtlichen "Schluck Tee in der Linkskurve".

  • 2
    9
    Freigeist14
    30.01.2021

    "Es geht auch wieder aufwärts " . Jetzt bin ich aber beruhigt . Vorher alles in den Abgrund drängen und dann wieder hoffen auf Gastronomen und Köche ,die den 12 Stunden -Tag bei mäßiger Bezahlung und hohen Investitionen wagen . Vielleicht doch zur gutburgerlichen Küche beim Gasthaus `Zum Goldenen M ` einkehren .

  • 12
    7
    gelöschter Nutzer
    30.01.2021

    Der Markt wird es richten, denn zu einer abwechslungsreichen und vielfältigen Ernährung gehört nunmal auch eine gewisse Bandbreite an Restaurants.

    Ich denke es mangelt dem ein oder anderen Restaurantbetreiber ganz einfach an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Wenn ich mein Restaurant nicht als GmbH betreibe, dann ist es ganz klar, dass ich mit meinem vollen Vermögen dafür hafte - an einer solchen Betriebsstruktur ist aber nicht Corona Schuld.

    Dann gibt es auch noch Restaurants aus der Vor-Corona-Zeit, bei denen mir ihr Überleben ehrlich gesagt Schnuppe ist, denn wenn es an Kundenservice oder Essensqualität mangelt, dann ist hier für mich persönlich eine Grenze des Zumutbaren erreicht.

  • 9
    9
    Lesemuffel
    30.01.2021

    Ich fürchte, Hr. Todt wird Recht haben. Die jungen Leute werden dann allerdings gar nicht wissen, wir schön es in einer Gaststube einst gewesen ist. Was man nicht kennt, vermisst man nicht. Wenn die Großeltern davon erzählen, werden die müde belächelt, wie heute teilweise schon.

  • 24
    10
    Bautzemann
    30.01.2021

    Ich denke schon, dass die Kleinunternehmen durch die politischen Fehlentscheidungen, die sich mittlerweile über ein Jahr hinziehen, in eine äußerst schwierige, wirtschaftliche Lage geraten sind. Das traurige dabei ist, sie haben es nicht beeinflussen können. Wenn wir jetzt noch zur Kenntnis nehmen müssen, dass die staatliche Bürokratie nicht in der Lage ist, die zugesagten Hilfen rechtzeitig zu zahlen, wird manch Kleinunternehmer sich im Jobcenter für Hartz-IV Leistungen anmelden müssen. Es ist ein Teil der vielfach gelobten Marktwirtschaft. Marktwirtschaft = Kapitalismus, für das Soziale ist die Politik zuständig! Wo bleiben denn die 119 Landtagsabgeordneten des Sächsischen Landtages im Kontakt zu unseren betroffenen Bürgern? Kontrolliert denn überhaupt noch eine Legislative das Kretschmer- Kabinett? Bis heute wissen wir nicht, wo die Ansteckungszentren sind, nehmen das Impfchaos zur Kenntnis und wundern uns Woche für Woche über die organisatorische Unfähigkeit der Dresdner Regierung.

  • 19
    13
    Zeitungss
    30.01.2021

    @OlafF: Dieses Naturgesetz wurde schon zu meiner Schulzeit im Osten gelehrt, das böse Westfernsehen lieferte fast täglich die Bestätigung, man übersah es nur. Ihr letzter Satz ist bemerkenswert, gleichzeitig könnte er nicht besser sein. Mondpreise und Billiglohn, ein Markenzeichen in diesem Gewerk, wo man auch nicht loskommen will. Wenn das Mineralwasser schon zur Kapitalanlage wird und der Kellner aufstocken geht, so kann man das als Schieflage bezeichnen. Beispiele haben es sogar schon in die Medien geschafft, die Lobby hatte bei der Verhinderung versagt. Trotzdem soll es Hilfen geben, nur sollte peinlichst darauf geachtet werden, dass es keine Sanierungshilfe wird. Ich kenne hilfesuchende Gaststätten, in den war schon vor Corona der Gast die größte Mangelware.

  • 25
    8
    OlafF
    30.01.2021

    Die Zerstörung des Mittelstandes folgt einem Naturgesetz:" Der Größere schluckt den kleinen." Damit wird die Markt und Machtposition der Großen gestärkt und die Umverteilung von unten nach oben verschnellert sich. Die Global-Player besitzen durch ihre internationalen Vernetzungen die Möglichkeit ihre Machtposition unabhängig von den nationalen Regierungen auszubauen. Synergieeffekte und internationales Marketing inclusive aggressiver Werbung besorgen den Rest. Sie nutzen dabei die vorhandene Infrastruktur und kaufen situativ die Verlierer der Krise unter Wert. Es fragt sich nur: Arbeitet ein zukünftiger "Lohn-Sklave" genauso fleißig und gewissenhaft, wie früher als Unternehmer?

  • 14
    22
    Interessierte
    30.01.2021

    Werweis , werweis , was man alles so im Sinn hat ...
    Nach der Wende sind schon mal etliche den Bach ´runter gegangen und jetzt tut man alles weitere dafür ...
    Man weiß eben nicht , was man davon halten soll , ob das alles gut ist , so wie es gerade ist - oder eher doch nicht .

  • 25
    23
    MuellerF
    30.01.2021

    "In wenigen Jahren, so fürchtet er, werde es nur noch Restaurant- und Café-Ketten wie McDonald's oder Starbucks geben."

    Das glaube ich ja nun nicht. Wäre auf Dauer einfach zu langweilig für die Kunden.
    Ja, es wird wohl leider viele Gastro-Pleiten geben. Aber es geht auch wieder aufwärts.
    Die Branche hatte es auch vor Corona schon schwer, es liegt also nicht alles nur daran, sondern auch an hausgemachten Problemen (Wortspiel beabsichtigt).