Vosla: Etwas mehr Licht im Dunkel

Neue Geschäftsführer äußern sich erstmals öffentlich zum Sanierungsbedarf

Plauen.

Der Plauener Lampenhersteller Vosla (ehemals Narva) soll saniert und strategisch neu ausgerichtet werden. Aus diesem Grund gab es personelle Änderungen in der Leitung des Unternehmens. Das teilten die neuen Geschäftsführer Michael Waubke und Stefan Weniger gestern mit. Sie reagierten damit erstmals öffentlich auf Ereignisse, die in der Belegschaft, der Gewerkschaft und generell in Plauen Anlass zur Sorge gaben. Unter anderem war im Dezember der langjährige Geschäftsführer Gerhard Liebscher abgesetzt worden.

"Die diversen personellen Wechsel innerhalb kürzester Zeit haben für Unruhe gesorgt. Dessen sind wir uns bewusst", heißt es. "Hier können wir die Mitarbeiter nur bitten, uns zu unterstützen und den Sanierungsweg mit uns zu gehen."

Hintergrund des Handlungsbedarfs: Als der bis dahin zu Philips gehörende Hersteller von Auto-Halogen- und Speziallampen 2012 durch den Konzern verkauft wurde, habe es von ihm eine Abnahmegarantie für bestimmte Produkte gegeben. Die Vereinbarung endet im August dieses Jahres. Für weitere zwei Jahre wird sie in einem reduzierten Umfang weitergeführt: "Da durch den Kunden nach wie vor ein wesentlicher Anteil des Umsatzes generiert wird, steht die Gesellschaft vor der Herausforderung, sich neu auszurichten." Inwieweit dabei ein Abbau von Arbeitsplätzen notwendig sein werde, sei "derzeit nicht absehbar".

Stefan Weniger ergänzt ab sofort das Management als Sanierungsgeschäftsführer. Er sei immer wieder an erfolgreichen Sanierungen von Unternehmen beteiligt gewesen. Waubke, der sein Amt im Dezember antrat, verantwortet das operative Geschäft und den Vertrieb. Alexander Hörner hat seine Tätigkeit als kaufmännischer Geschäftsführer beendet. (us)

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