Warten auf Umbau der A-72-Auffahrt bei Treuen

Eigentlich sollte der Unfallschwerpunkt an der Autobahn-Anschlussstelle Treuen bereits dieses Jahr sicherer gemacht werden. Doch nach der Temporeduzierung im Sommer ist nichts mehr passiert.

Treuen/Dresden.

Bürgerprotest, Ratsdebatten, Behördengespräche - dass die als Unfallschwerpunkt klassifizierte A-72-Auffahrt Treuen einschließlich Querung der Autobahn niemanden interessiert, kann man wahrlich nicht behaupten. Spätestens seit die Bürgerinitiative (BI) Radnetz Treba das Thema zu Beginn des Wahljahres 2019 aufgriff, wurden Politik und Behörden aktiv.

Die von BI und Anwohnern geforderte sichere A-72-Querung durch Einrichtung eines Fuß- und Radweges wurde auch mit dem Hinweis auf den geplanten Umbau der A-72-Anschlussstelle gekontert. Doch bislang ist davon nichts zu sehen. Immerhin wurde im Juli eine verkehrsrechtliche Anordnung erlassen und das Tempo in dem Bereich von 70 auf 50 km/h reduziert. Dazu kommen Verkehrszeichen, die auf Radfahrer hinweisen.

Vorausgegangen war Mitte Juni ein Treffen im sächsischen Verkehrsministerium, an dem neben Vertretern der Straßenbauverwaltung, des Landkreises und der Stadt Treuen auch Michael Meisel von der BI sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Sören Voigt teilgenommen hatten. Dabei war nach übereinstimmenden Aussagen von Teilnehmern der Baubeginn für die Umgestaltung der A-72-Anschlussstelle noch in diesem Jahr angekündigt worden.

Davon ist inzwischen keine Rede mehr. Auf "Freie Presse"-Nachfrage stellt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) den Umbau der Anschlussstelle nun für das nächste Jahr in Aussicht. Laut Lasuv besteht seit August dieses Jahres Baurecht. "Derzeit läuft die Bauvorbereitung. Eine Einordnung in das Bauprogramm für 2020 wird angestrebt", gibt Franz Grossmann von der Lasuv-Pressestelle Auskunft.

Einer früheren Lasuv-Auskunft zufolge sollen an der Anschlussstelle "Ampelanlagen an den Verknüpfungsstellen der Autobahnrampen mit der Staatsstraße 299" installiert werden. "In diesem Zusammenhang werden geringfügige Anpassungen an den Fahrbahnen der Rampen und der Staatsstraße erforderlich", hieß es.

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