WDR-Programmdirektor Schönenborn weist Jauch-Kritik an Öffentlich-Rechtlichen zurück

Die Kritik von Moderator Günther Jauch an den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern weist WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn entschieden zurück. "Ich kann mir kein freieres und unabhängigeres System in Bezug auf die inhaltliche Gestaltung vorstellen, als das der Öffentlich-rechtlichen", sagte Schönenborn auf Nachfrage von "Freie Presse" am Rande des Diskussionsformats Sachsensofa Donnerstagabend im vogtländischen Leubnitz. "Ich trete aber immer dafür ein, dass nicht ein einzelner Moderator über den Inhalt oder Gäste eines Formats bestimmen sollte, sondern die Entscheidung den jeweiligen Redaktionen obliegt", so Schönenborn weiter. Jauch hatte zuvor kritisiert, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht so frei und unabhängig sei, wie die Konstruktion glauben lasse, unter anderem aufgrund von Rundfunkräten, Verwaltungsräten und politischen Parteien. Schönenborn betonte, dass selbst er als Programmdirektor nicht direkten Einfluss auf Inhalte nehmen könne. "Auch ich muss die Entscheidungen leitender Redakteure respektieren", sagte er. Im Hinblick auf eine mögliche Einflussnahme politischer Parteien über Sitze in Aufsichtsgremien sei wirksam sichergestellt, dass diese keinen Einfluss aufs Programm nehmen könnten, betonte Schönenborn. (nij)


 

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 13
    8
    Tauchsieder
    15.02.2019

    Ich glaube dieser Herr geht mit Scheuklappen durchs Leben, oder ihm bleibt gezwungenermaßen nichts anderes übrig sich so zu äußern.
    Nicht nur Jauch auch der Handball-Star Stefan Kretzschmar brachte es im Rahmen eines Interviews auf den Punkt „In diesem Land haben wir keine Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne". Geradezu mantraartig werden auswendig gelernte, korrekte Phrasen vom politischen Establishments abgespult. Mittlerweile hinterlässt die allgegenwärtige Macht der „Leitmedien“ ihre Spuren. Quasi täglich werden wir Bürger über den Staatsfunk indoktriniert. Uns wird brühwarm vorgesetzt, was „richtig“ und „falsch“ ist. Wer heutzutage eine Meinung hat, die derjenigen des Establishments zuwider läuft, geht das Risiko ein, gesellschaftlich geächtet zu werden, oder seinen Arbeitsplatz zu verlieren.



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