Wer betreibt Super-Halle? Konkurrenz für Oberlosa

Stadtrat macht Weg für Fördermittelantrag frei - Eigenmittel erforderlich

Plauen.

Die Vorfreude auf den Sporthallen-Neubau am Plauener Lessing-Gymnasium hat die Stadtratssitzung am Dienstag in der Festhalle dominiert. Im Rahmen eines Städtebau-Programms des Bundes entsteht auf dem ehemaligen Areal einer Kleingartensparte die größte Sporthalle des Vogtlandkreises mit Strahlkraft weit in die Region - mit 2000 konzipierten Sitzplätzen, breit angelegten Nutzungsmöglichkeiten und wegweisenden technischen Raffinessen. Der Stadtrat machte einstimmig den Weg frei für den nächsten Schritt. Jetzt sollen die Fördermittel für das von den Architekturbüros Fugmann Falkenstein und Bauplanung Plauen erstellte Konzept beantragt werden. Als Gesamtkosten sind laut Beschlussvorlage 15,8 Millionen Euro geplant.

Im Beschluss stehen 1,58 Millionen Euro als Eigenanteil der Stadt. Ursprünglich war von 100 Prozent Förderung die Rede, rief der CDU-Fraktionsvorsitzende Jörg Schmidt in Erinnerung. "Wie kommt das zustande?" Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) erwiderte: "Ich kenne nicht einen Fall in Sachsen, in dem eine Stadt keinen Eigenanteil zu tragen hatte." Plauen sollte Augenmaß bewahren, müsse sich auf zehn Prozent einstellen und sollte angesichts der immensen Förderung "nicht herummosern".

Um allerlei Geld geht es auch bei der Betreibung. Die Stadtratsvorlage nennt auf Grundlage von Erfahrungswerten 350.000 Euro Betreibungskosten jährlich. Stadträtin Petra Rank (Linke) forderte daher ein Betreiberkonzept.

Apropos Betreiber: Der Name des Sportvereins SV 04 Oberlosa kursiert bereits länger, zuletzt hatte Vereinschef Bernd Märtner das Interesse des ambitionierten SV Oberlosa öffentlich bekundet. Die CDU will diese bedeutsame Frage beizeiten geklärt wissen. Fraktionschef Jörg Schmidt kündigte einen Antrag an, um im Herbst Gespräche mit dem Verein zu führen. "Es gibt auch andere Sportvereine", wandte SPD-Stadträtin Juliane Pfeil in der Festhalle ein. Die Linke sieht das ähnlich. "Wir sollten mehr Vereine betrachten", forderte Petra Rank.

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