Wer hat Pöhl-Stöpsel gezogen? Tourismus auf dem Trockenen

Die Talsperre Pöhl ist nur zu 72 Prozent mit Wasser gefüllt. Tourismusbranche und Naherholung suchende Fans sorgen sich. Die Landestalsperrenverwaltung sagt: Abwarten. Doch wieso ist eigentlich der Pirker Stausee voll?

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15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    jese
    18.02.2020

    Danke für die vielen Fragen. Glaube da kann jeder vernünftige Bürger und Anwohner je nach Betroffenheit selbst erklären. Die Talsperre muss nicht immer voll sein, wegen Hochwasserschutz. Aber schlimm und so wenig Wasser wie jetzt um die Jahreszeit war es noch nie und es kann noch schlimmer kommen durch die öfteren Wärme u.- Hitzeperioden.

  • 8
    2
    Tauchsieder
    18.02.2020

    Hallo "jese", stell dir einfach die Frage:
    - Warum und für welchen Zweck wurde die Talsperre gebaut ?
    - Warum gibt sie manchmal mehr und manchmal weniger Wasser ab, abgesehen
    von der Mindestwasserabgabe ?
    - Gibt es ein Recht auf eine voll gefüllte Talsperre ?
    Solltest du auf die richtigen Antworten gestoßen sein, wirst du sehen, dass deine Fragen nur heiße Luft sind.
    Übrigens eine Antwort vorab kann ich dir geben, die Talsperre erfüllt noch Aufgaben
    und steht noch nicht sinnlos in der Gegend herum!

  • 1
    4
    jese
    18.02.2020

    Laut LTV, siehe link der FP/Poehlpegel, ist heute der Abgabepegel fast um 5- fache gestiegen, obwohl der Zuflusspegel gesunken ist. Kann das jemand erklären?
    Dann ist noch mehr Land und Schlamm in Sicht und das Erholungsgebiet verliert noch mehr Touristen und den Wert des Gebietes.

  • 1
    7
    jese
    18.02.2020

    Hoffe da bleibt noch ein Feuerlöschteich übrig, falls mal wegen der Trockenheit in den nächsten Jahren Waldbrände entstehen.
    Hauptsache die Leipziger Seen bleiben erhalten und gefördert werden, damit die Grundstückspreise steigen und die Immobilienbesitzer daran satt verdienen.

  • 10
    1
    BuboBubo
    18.02.2020

    Nun mal im Ernst.
    Der Vermutung von @Tauchsieder, die Talsperren könnten bald nur noch als nutzlose Klötze in der Landschaft herumlungern, steht eine Beobachtung entgegen, die von Dr. Johannes Franke vom sächsischen Umweltministerium als Schlussfolgerung aus langjährigen Messreihen veröffentlicht wurde. Danach ist es noch nicht sicher, ob der durchschnittliche Jahresniederschlag infolge der Klimaerwärmung steigen oder fallen wird. Was jedoch signifikant ansteigt, ist die Schwankungsbreite der Niederschlagsereignisse: Es werden sowohl Trockenperioden als auch Starkregen häufiger. Als Beispiel mag das Hochwasser an der Weißen Elster im Mai des Dürrejahres 2018 dienen.
    Unter diesem Aspekt können die Talsperren mit ihrer Pufferfunktion auch zukünftig sehr nützlich sein, selbst wenn das Management zufälliger Extremereignisse kompliziert ist.
    Für die Freizeitsiedler an der Talsperre Pöhl bedeutet das natürlich, dass stark schwankende Pegel zum Normalzustand werden. Das wird man zukünftig ebenso hinnehmen müssen wie schneefreie Wintersportgebiete in den Bergen.
    Eine Schlussfolgerung aus der Arbeit von Dr. Franke war auch, dass Sachsen ein Flächenmanagement benötigt, welches diesen starken Schwankungen im Wasserdargebot Rechnung trägt. Dazu zählen der Rückbau versiegelter Flächen, die Terrassierung von landwirtschaftlichen Hanglagen, die Wiedervernässung von Mooren oder die Anlage kleiner Wasserspeicher. Wie man an den Plänen zur Erschließung weiterer Gewerbegebiete im Vogtlandkreis sehen kann, werden jedoch derartige Hinweise bislang nicht ernstgenommen. Nun auf der LTV herumzuhacken, die lediglich die Symptome solcher Fehlentwicklungen dämpfen kann, ist einfach zu kurz gesprungen.

  • 1
    5
    fp112
    18.02.2020

    @bubo bubo. Waldbrände, Schneemangel, Borkenkäfer das bezahlen " die da" alles von ihren Steuergeldern....

  • 1
    6
    jese
    18.02.2020

    Irgendwann ist es keine Talsperre mehr und der Talsperrenverband hat eine weniger. Die Grundmauern der Dorfkiche sind ja noch vorhanden, da kann man wieder die Kirche und das Dorf wieder aufbauen, bzw las die Kirche im Dorf.

  • 7
    3
    Echo1
    17.02.2020

    @BuboBubo genau. Dann steigern sich noch die Schwarmbeben in Sachsen. Corona, Grippe... rafft immer mehr weg.
    Wir protestieren! Hört doch mal auf!

  • 4
    2
    Kastenfrosch
    17.02.2020

    "Se, se, se" – so, so. Es wird Steuergelder brauchen, um auf die Folgen der von Ihnen genannten Effekte zu reagieren, ja. Aber haben Sie schon einmal überlegt, wer "die" sind? Oder warum es diese Effekte gibt?

  • 14
    10
    BuboBubo
    17.02.2020

    Nachdem se unseren Wald vom Borkenkäfer haben abfressen lassen und den Winterurlaub mit Tauwetter vermasselt haben, ziehen se nun auch noch den Stöpsel aus der Pöhl und vermiesen einem die Badeferien. Und ich bezahl das alles mit meinen Steuergeldern! Im Sommer kommse mir vielleicht noch mit Waldbränden??? Das kann doch wohl alles nicht wahr sein!

  • 21
    2
    fp112
    17.02.2020

    Es fehlen einfach jeweils die Hälfte des Jahresniederschlags von 2018 und auch 2019.
    Dad macht zusammen die Menge Niederschlag für ein ganzes Jahr.
    Ganz einfache Rechnung das.
    Nun gibt es naive Verschwörungstheoretiker, die der Talsperrenverwaltung unterstellen, heimlich Wasser irgendwohin abzuzweigen.
    Das sind die, die noch immer nicht begriffen haben oder nicht begreifen wollen, dass da mit dem Klima irgendwas nicht in Ordnung ist bzw sich menschengemacht rasant verändert.
    Dass man da zum Baden weiter laufen muss, ist da wohl noch das geringste Problem.
    Wahrscheinlich werden wir leider damit rechnen müssen, dass hier jeder Tropfen als Trinkwasser wertvoll wird und dass da der Spaß weniger wichtig wird

  • 8
    6
    acals
    17.02.2020

    Dass sich Wasser aufloesen kann, @jese, ist der Wunsch der Energiewende die auf die H2-Technologie setzt. Wenn das jetzt sogar schon von alleine geht ...

    ... andererseits, in 2019 hat es in Sachsen ca. 75 % der Regenmenge des langjaehrigen Mittels gegeben. Leidtragende waren auch in 2018 die Bauern, soll ich ueber Gaertner, Forstbetriebe etc sprechen? Nun ist das Leid das halt auch bei der Talsperre angekommen, denn mehr stauen als zufliesst geht dann genausowenig wie H2O aufzuloesen. (und 72 % Fuellstand bildet die Regenmenge 2019 durchaus gut ab, so what?)

    fyi: Die Mecklenburger Seenplatte darf dann, so hoert man von Einheimischen, dafuer Sorge tragen das der Spreepegel in Berlin gleich bleibt. Boese Zungen behaupten das damit die Schifffahrt dort weitergehen kann. Ob etwas in der Art auf Poehl zutrifft - laesst sich recherchieren bzw. einfragen.

  • 7
    2
    Tauchsieder
    17.02.2020

    Erst mal schlaumachen "jese", der Zweckverband Talsperre Pöhl hat kein Mitspracherecht bzgl. des Wassers. Ist einzig und allein Sache der Landestalsperrenverwaltung, dem Eigentümer der Talsperre.
    Der Zweckverband ist lediglich Nutznießer dieses Gewässers.

  • 4
    17
    jese
    17.02.2020

    Sollte der Zweckverband Talsperre Pöhl nicht bald was unternehmen.daß das Wasser wieder steigt, kann es sich auflösen und es werden viele Mitarbeiter und Helfer keine Arbeit mehr haben. Die Talsperre Pöhl ist Erholungsort für nah und fern und sollte mehr für Touristen und Urlauber getan werden, als zu viel Wasser abzulassen.

  • 4
    11
    Tauchsieder
    17.02.2020

    Jedes Jahr der gleiche Zerrauf, wo ist das Wasser ?
    Die Talsperre wurde nicht zum Floßfahren gebaut, auch nicht zum Angeln, Schwimmen, Bootsfahren etc.
    Eines muss man der LTV auch entgegenhalten, dass die beiden Tsp. Pöhl und Pirk nicht dem Hochwasserschutz dienen und dafür gebaut wurden. Erst in den letzten Jahren, auf der Suche nach einer neuen Aufgabe, sind die beiden Talsperren in diesen Fokus gerückt.
    Ronneburg hat sich bald erledigt, die Tagebauseen werden bald gefüllt sein, dann stehen zwei Betonklötzer in der Landschaft herum. Da bin ich schon mal auf eine Nachfolgefinanzierung gespannt.