Wilde Plakataktion erfüllt ihren Zweck

Reichenbach/Netzschkau.

Mit ihrer Guerilla-Aktion mit Sprüchen wie "Wir müssen reden", "Mutausbruch", "Liebe sich, er kann" oder "Hast auch Fusseln im Bauchnabel?" auf gelben und lila Plakaten und Aufklebern hat die Reichenbacher Agentur Kismet für Aufsehen und völlig verschiedene Reaktionen von Stadtverwaltungen gesorgt: In Reichenbach ließ das Ordnungsamt das bunte Treiben am Zaun und im Gelände des Parkes der Generationen sowie im übrigen Stadtgebiet sofort beenden. "Da zum Zeitpunkt der Plakatierung weder eine Veranstaltung im Park stattfand und auch keine Sondernutzung für das Aufhängen der Plakate beantragt" war, wurde Agenturchefin Christina Sczepanski aufgefordert, die Plakate unverzüglich zu entfernen, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Plakate seien noch am gleichen Tag abgenommen worden, einige im übrigen Stadtgebiet erst nach erneuter telefonischer Aufforderung. Im benachbarten Netzschkau hängen sie indes bis heute. "Warum auch nicht?!", meint Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein). "Das Ganze bringt etwas Bunt ins Alltagsgrau. Ich fand das ganz witzig." Man habe sich in der Verwaltung abgestimmt: "Wir müssen schon auf Gesetze achten, wollen aber auch kreativen Kräften einen Freiraum geben." (gb)

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