Windräder: Hier herrscht große Flaute

Einwohnerfragestunde im Kreistag genutzt

Plauen.

Einige Fragen, wenige Antworten - davon war die Einwohnerfragestunde zu Beginn der Kreistagssitzung gestern geprägt. Drei Bürger aus Plauen und Umgebung nutzten die Gelegenheit, vor dem Vogtland-Parlament Sorgen und Probleme zu Angelegenheiten des Landkreises zu schildern.

Udo Junker, Vertreter einer Bürgerinitiative in Theuma, zeigte sich unzufrieden damit, dass mehr als ein Jahr nach der Anhörung zum Windenergiekonzept für Südwestsachsen noch immer kein nennenswerter Fortschritt erreicht ist: "Das Problem ist nicht vom Tisch, und die Bürger irritiert das", sagte er. Seine Frage: Was kann der Kreistag tun, damit den vorgebrachten Bürgerbedenken noch vor der Landtagswahl 2019 stattgegeben werden kann? Landrat Rolf Keil (CDU), Vorsitzender des zuständigen Planungsverbandes, sprach von einem "enorm aufwändigen Verfahren". Mehr als 6000 Stellungnahmen seien eingegangen und sorgfältig zu bearbeiten: "Es soll ja auch rechtssicher sein."

Ein Einwohner aus Großfriesen schilderte Probleme mit einer dort ansässigen Entsorgungsfirma. Briefverkehr mit dem Kreisumweltamt habe zu keinem Ergebnis geführt. Angesichts des Feuers in der Abfallanlage Schneidenbach mache man sich jetzt zusätzliche Sorgen. Dezernent Lars Beck sagte kurzfristige Antwort zu: "Die Situation ist sicher unbefriedigend." Die dritte Fragestellerin wies auf inaktuelle Wegweiser im Landratsamt hin. Eine schriftliche Antwort sagte Keil zu ihrer Frage zu, wie in Abschiebungsfällen mit dem Eigentum abgelehnter Asylbewerber umgegangen wird. In der Praxis, so die Fragestellerin, würden Betroffene nicht auf die Möglichkeit treuhänderischer Verwaltung aufmerksam gemacht. (us)

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