Gäste sollen Vogtland autofrei erkunden

Urlauber und Einheimische in den Sommerferien zum Umsteigen auf Busse und Bahnen zu bewegen - das ist das Ziel einer Kampagne, die der Verkehrsverbund gestartet hat.

Auerbach.

Wenn in Coronazeiten mehr Menschen in Deutschland ihren Urlaub verbringen - wovon die Touristiker ausgehen - möchte auch das Vogtland ein Stück vom Kuchen abhaben. Wenn es dann gelingt, einen Teil der Urlauber davon zu überzeugen, bei ihrem Besuch im Vogtland das Auto stehen zu lassen und auf Busse und Bahnen umzusteigen, würden alle Beteiligten davon profitieren, glaubt Rolf Keil, Vogtland-Landrat und Vorsitzender der Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland. Gemeinsam mit Michael Barth, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vogtland, gab er am gestrigen Dienstag den Startschuss zur Kampagne "Autofrei unser Vogtland entdecken".

Das engmaschige Nahverkehrsangebot, mit dem Touristen wie Einheimische zuverlässig in beinahe jeden Winkel der Region gelangen, sei wie geschaffen dafür, um für Ausflüge und Erkundungstouren das Auto stehen zu lassen und auf Busse und Bahnen umzusteigen, betonte Rolf Keil. "Der Ausflug mit dem Enkel nach Plauen, zu einer Wanderung nach Schöneck oder zur Vogtlandarena nach Klingenthal - mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das bequem und verlässlich möglich", rührte der Verbandsvorsitzende die Werbetrommel.

Die Gastgeber im Vogtland - vom Hotel bis zum Zimmervermieter - sollten den Urlaubern die Vorzüge dieses Umstiegs schmackhaft machen. Dazu stünde ihnen eine Vielzahl von Informationsmaterialien zur Verfügung, die der Verkehrsverbund zusammen mit dem Tourismusverband Vogtland bereitstelle, sagte Michael Barth. Hauptanlaufstelle für Urlauber und Einheimische sei die Tourismus- und Verkehrszentrale als Fahrplan- und Tarifauskunft.

Zusätzliche Angebote wie die Ausrüstung von Bussen auf ausgewählten Linien mit Fahrradgepäckträgern sollen laut Barth für zusätzliche Attraktivität sorgen. "Und wenn die ausgelastet sind, wollen wir auch ermöglichen, das Fahrrad kostenlos im Bus mitzunehmen - vorausgesetzt, es ist dafür Platz", verwies Barth auf Absprachen mit den Verkehrsunternehmen.

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