Fest für Behinderte: Absagen wegen Nazis

Diakonie und Dritter Weg planen gleichzeitig Aktionen in Plauen

Plauen.

Aus Angst vor Rechtsextremen wackelt eine Veranstaltung, die am Samstag auf dem Theaterplatz in Plauen stattfinden soll. Die Diakonie Auerbach plant dort zur selben Zeit eine Aktion wie die Partei Der Dritte Weg. Einer Sprecherin des Runden Tisches zufolge will die Diakonie für die Integration behinderter Menschen werben und ein Fest feiern. Aufgrund der Kundgebung der rechtsextremistischen Partei hätten einige Mitveranstalter des Aktionstages sowie Besucher jetzt abgesagt - aus Furcht, heißt es in einer Mitteilung des Runden Tisches.

Am Samstag war bekannt geworden, dass der Dritte Weg, der am 1. Mai in Plauen demonstriert hatte, für Samstag erneut eine Veranstaltung in Plauen plant. Der Runde Tisch für Demokratie kündigt eine Gegenkundgebung vor dem Landratsamt an.


CDU-Kreisrat Lutz Kowalzick hat einen offenen Brief an seinen Parteikollegen und Landrat Rolf Keil geschickt. Die Versammlungsbehörde solle alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um zu verhindern, "dass erneut ein zumindest nationaler ungerechtfertigter Imageschaden für Plauen und das Vogtland eintritt". Der mögliche Anschein einer "Willkommenskultur" für Rechtsextremisten im Vogtland müsse vermieden werden. Kowalzick ermuntert Keil, sich von einer juristischen Auseinandersetzung nicht abschrecken zu lassen.

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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    3
    Interessierte
    20.05.2019

    Was haben diese Leute denn im Kopf aus der Erinnerung ?
    Wenn die so weiter machen , wird es wohl noch (wieder) so werden !

  • 3
    1
    Distelblüte
    20.05.2019

    Es ist der absolut falsche Weg, sich aus Angst vor den Nazis wegzuducken.
    Hoffentlich findet das Fest trotzdem mit guter Beteiligung statt.



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