Zirkus in Pöhl: Die Narren sorgen für Stabilität

Der Jocketaer Carneval-Club und seine Gäste sorgen in der Schulsporthalle für prickelnde Momente - Nachtbus bringt Plauener nach Hause

Jocketa.

Auf dieser Faschings-Fete konnte jeder auf seine Art glänzen: Regenten des Jocketaer Carneval-Clubs (JCC) hatten am Samstag Stars in ihre Manege eingeladen. Moderatorin Anne Schwegler stellte in der bestens gefüllten Schulsporthalle klar, dass in "Gocke" trotz der Hängepartie um das Pöhler Bürgermeisteramt die Monarchie stabil ist.

Das Prinzenpaar Christina die I. und Prinz Erik der II. teilten dem versammelten närrischen Volk mit, dass sie in diesem Jahr Hochzeit feiern werden. Mit einem besonders intensiven Knutscher gaben die beiden grünes Licht für die Kussfreiheit. Im Gegensatz zur Bürgermeisterwahl - dort steht die Entscheidung noch aus - wurde JCC-Präsident Steffen Rahm gleich im ersten Wahlgang im Amt bestätigt, erfuhren die Party-Gäste.

Alles unter Kontrolle hatte auch "Dompteur" Heiko Diex. Mit seiner gemischten Zebra-Gruppe vom "Limbacher Staatszirkus" lag er bei der Kostümpreis-Verleihung ganz vorn. "Manchmal waren meine Zebras schwer zu bändigen", plauderte er mit einem Augenzwinkern aus dem Nähkästchen. Schon seit 35 Jahren feiern die Freunde zusammen beim JCC.

Im originellen Gruppen-Outfit präsentierte sich auch Laura Gruber mit ihren Freundinnen. Die Erzieherin aus Plauen sorgte im Popcorn-Kostüm für einen süßen Hingucker. Der Rest des Quartetts tanzte in Kaugummi- und Brausepulver-Kostümen durch die Halle. Ihr selbst gewählter Slogan: "Wir sind zum Vernaschen da."

Für besonders prickelnde Momente sorgte mal wieder das Showballett - diesmal mit einer heißen Burlesque-Nummer. Danach blies die Partyband Prinzenberger zur Attacke. Für den passenden Sound im Untergeschoss sorgte DJ Klang-Tourist. Diejenigen, die ohne Chauffeur unterwegs waren, konnten 2.30 Uhr einen von den Gastgebern gecharterten Nachtbus in Richtung Plauen nutzen. Seit 30 Jahren gibt es dieses Angebot für närrische Nachtschwärmer: "Früher zu DDR-Zeiten ist sogar ein Sonderzug gefahren", erinnerte sich Vereinsmitglied Heike Wolfram. Damals feierten die Narren in der inzwischen abgerissenen "Vogtländischen Schweiz" direkt am Bahnhof.

In den nächsten Tagen bleibt die JCC-Mannschaft mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal. Kommenden Samstag startet an gleicher Stelle die zweite feuchtfröhliche Manegen-Party. Mit der letzten Veranstaltung am 29. Februar wird der Deckel auf die 51. JCC-Saison drauf gemacht. Karten sind an der Abendkasse sowie im Jocketaer Friseursalon "Birgit" erhältlich.


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