14 farbenprächtige Bilder polieren Rotkittel-Treffen auf

Nach einem Jahr Pause hat Auerbach am Samstag sein 25. Weihnachtsmännertreffen erlebt. Der Preis für die pfiffigste Idee ging an den örtlichen Fliegerklub.

Auerbach.

Ein Jahr hat das legendäre Auerbacher Weihnachtsmännertreffen pausiert. Jetzt ist es mit neuem Gesicht zurück: Statt der bisherigen Rotkittel-Prozession setzten Organisatoren und Teilnehmer zur 25. Ausgabe auf die Erzählkraft von Bildern. 14 strebten am Samstag vom Rathaus durch die dicht bevölkerte Innenstadt in Richtung Weihnachtsmarkt. Dahinter steckten Vereine, Organisationen, Einrichtungen, Firmen und Privatpersonen aus Auerbach und Umgebung.

Offensichtlich hatten die Akteure dieses Mal alle Hebel in Bewegung gesetzt. Auf Achse waren Gefährte vom rollenden Schlitten samt menschlicher Rentier-Attrappen bis zum Weihnachtsexpress. Die Jugendfeuerwehr hatte mit der Drehleiter quasi ihr Zugpferd mobilisiert, das Autohaus Meinhold ein Abschleppfahrzeug herausgeputzt. Dazwischen wuselten Weihnachtsmänner, Wichtel, eine Eiskönigin auf Stelzen und noch mehr Märchen- und Filmfiguren.

Umso schwerer fiel es der dreiköpfigen Jury, eine Prämierungs-Rangfolge für das einfallsreichste Umzugsbild festzulegen. In dem Gremium saßen Nadine Trommer, Matthias Richter und Robert Hutschenreuther vom Gewerbeverein "Wir in Auerbach" (Wia). Nach langer und schwerer Geburt krönte sie den Fliegerklub Auerbach zum Überflieger - und zwar im wörtlichen Sinn: 30Hobbypiloten zogen mit einem entschärften Segelflugzeug quer durch die Innenstadt. Platz zwei ging an die Grimm-Grundschule und ihr Frau-Holle-Bild, Platz drei an das Autohaus Meinhold.

Anders als zuvor konnten diesmal dank etlicher Sponsoren nicht nur eine Handvoll Akteure Preise entgegennehmen, sondern alle. Die Sieger strichen 700 Euro ein. Sie sollen Fliegerklub-Pressesprecher Thomas Scheffler zufolge in die eigene Jugendarbeit investiert werden. Als "fliegende Weihnachtsmänner" zum Treffen angetreten, waren für ihr dreiteiliges Bild ein halbes Jahr Ideenfindung und eine Woche Bauzeit ins Land gegangen. Der vorgespannte Multicar hatte nicht nur das Flugzeug im Schlepptau. Auf dem zweiten Anhänger machten es sich Weihnachtsmänner um einen heißen Ofen gemütlich. Größte Herausforderung war der Segler-Transport. "Weil wir wussten, dass die schmalen Gassen von Auerbach zum Problem werden, haben wir diese Stummelflügel", erzählte Thomas Scheffler. Das heißt: Die eigentlichen Tragflächen mussten kurzen Holzattrappen weichen.

Als "umwerfenden Erfolg" wertete Matthias Richter vom Gewerbeverein das nagelneue Kontrastprogramm. Dahinter steht sein Verein in Kooperation mit der Stadtverwaltung. Nach 24 Jahren sollte Schluss sein mit dem alten Konzept, sagte Richter. "Wir haben die einjährige Pause dann auch gebraucht, um etwas Neues zu machen." Weil das Motto ab jetzt "Klasse statt Masse" heißt, sollte eigentlich nicht mehr gezählt werden. Dennoch sickerte durch, dass der Zug aus 320 Teilnehmern bestand. Bis zur nächsten Ausgabe wird wieder ein Jahr vergehen. Zum Inhalt sagte Matthias Richter nur so viel: "Wir geben rechtzeitig bekannt, was uns eingefallen ist."

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