30 Schüler erleben zweisprachige Ferienwoche

Im Awo-Schullandheim Limbach ist das Deutsch-tschechische Jugendsommerlager eröffnet worden. Das prägt für die Zukunft.

Limbach.

Das 29. Jugendsommerlager der Europaregion Euregio Egrensis ist am gestrigen Montag im Awo-Schullandheim "Am Schäferstein" eröffnet worden. Bis Samstag erwartet die 30 Schüler ein buntes zweisprachiges Programm mit Sport, Spiel, Ausflügen und Sprachanimationen.

Je zehn Teilnehmer kommen aus Tschechien und Bayern, je fünf aus Sachsen und Thüringen. Viele waren bereits ein- oder zweimal dabei, so wie die 14-jährige Eva aus Karlsbad/Karlovy Vary. "Ich bin dabei, weil das Sommerlager zweisprachig ist und ich Bekannte und Freunde wiedertreffe. Ich finde es wichtig, die deutsche Sprache zu kennen, denn wir haben Verwandte in Deutschland, die nur Deutsch sprechen. Ich möchte mich mit ihnen unterhalten können", nennt sie als Grund für ihre dritte Teilnahme. Nikolai aus Selbitz ist zum zweiten Mal dabei, weil er besser Tschechisch sprechen möchte. "Mein Vater ist Tscheche. Ich stehe immer hilflos da, wenn er mit Freunden Tschechisch spricht. Leider haben wir an der Schule keine Möglichkeit, die Sprache zu lernen", so der Hofer Gymnasiast. Jüngere Schüler wurden oft von der Mama geschickt, die Bildung und Gemeinschaft für wichtig hält.

Für die 14-Jährigen ist mit dem diesjährigen Lager Schluss, denn sie haben die Altersgrenze erreicht. Birgit Seelbinder, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft (AG) Bayern, empfiehlt weiterführende Aktivitäten: Die bayerischen Schüler können zu einem dreiwöchigen Aufenthalt nach Tschechien. Auf die tschechischen Schüler wartet ein Gastschuljahr an einem bayerischen Gymnasium. Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Marktredwitz hatte mit Uwe Drechsel, Beigeordneter des Vogtlandkreis und Vertreter für die AG Sachsen/Thüringen, sowie Lubomir Kovar von der AG Böhmen das Lager eröffnet. "Solche Aktivitäten sind für junge Menschen unheimlich wertvoll. Wenn sie so etwas in diesem Alter kennenlernen, prägt sie das auch für die Zukunft", ist sich Seelbinder sicher.

Die Sprachanimateurinnen Freya Tasch aus Deutschland und Tereza Zobalová aus Tschechien luden gleich nach der Eröffnung zu einer ersten Lektion ein. Mit Bewegungen wie Klatschen und dem Coronagruß der Ellbogen wurden erste einfache Wortverbindungen geübt. Nach dem Einzug in die Finnhütten stand ein Teamspiel-Parcours zum Kennenlernen im Plan. Es folgen Ausflüge an den Kletterwald in Pöhl, Wanderung ins Göltzschtal mit Besuch der Floßteiche, des Alaunbergwerks und des Mylauer Bades sowie ein Zwischenstopp an der Göltzschtalbrücke, sportliche und kreative Aktivitäten, Lagerfeuer, Nachtwanderung sowie Sprachanimationen.

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