56 Helfer müssen nach Einsätzen zum Arzt

Brandmeister: Anzahl verletzter Feuerwehrleute eher gering einzuschätzen

Zwickau.

Von der Übung oder dem Einsatz geht es in die Arztpraxis oder die Notaufnahme: Im vergangenen Jahr haben sich 56 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Zwickau während des Dienstes verletzt. Dabei gab es zehn Verletzungen bei der Berufsfeuerwehr in Zwickau und 44 Verletzungen bei den freiwilligen Feuerwehren. Dazu kommen zwei Verletzungen, die aus den Jugendfeuerwehren gemeldet wurden. Die Zahlen teilte Kreisbrandmeister Alexander Löchel auf Anfrage der "Freien Presse" mit.

"Mit Blick auf die erhöhte Gefahrenlage, die eine Tätigkeit bei der Feuerwehr nun einmal mit sich bringt und die große Anzahl an Feuerwehrleuten, ist die Zahl der Verletzungen als gering einzuschätzen", sagt Löchel mit Blick auf 3543 Einsatzkräfte in den freiwilligen Feuerwehren und 181 Mitarbeiter in der Berufsfeuerwehr. Der diensthabende Kreisbrandmeister wird informiert, wenn sich Feuerwehrleute bei Einsätzen oder Übungen verletzen. Das war zuletzt Mitte Juli der Fall, als ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Scharfenstein bei einem Fahrsicherheitstraining auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal verunglückte. Der Beifahrer kam ins Krankenhaus. Das Training wurde für Brandschützer aus dem Erzgebirge organisiert. "Das Fahrsicherheitstraining für Feuerwehren ist sinnvoll und wichtig. Daran sollte trotz des Unfalls festgehalten werden", sagt Löchel. (hof)

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