Alkohol: Verbotszone aufgehoben

Schilder vom Auerbacher Neumarkt eingelagert

Auerbach.

Das Alkoholverbot am Neumarkt ist seit 31. Oktober aufgehoben, inzwischen sind auch die entsprechenden Schilder abmontiert und eingelagert: Man wolle die Besucher des Weihnachtsmarktes ja nicht irritieren, die dort Glühwein genießen wollen, sagt Anja Löffler-Seifert, Leiterin des Auerbacher Ordnungsamtes. Sie zieht eine insgesamt gute Bilanz des Verbots, das ab Mai galt: "Ich gehe davon aus, dass es nächstes Jahr wieder aufgelegt wird. Es gab viele positive Rückmeldungen." Vielleicht könne man die Zone weiter ausdehnen, etwa in Richtung des Nettomarktes, schwebt der Ordnungsamtschefin vor. Durch eine veränderte Gesetzgebung sei die Festlegung solcher Alkoholverbotszonen ab 2020 einfacher.

Denn die Kehrseite der Medaille ist ein Verdrängungs-Effekt: Gerade von der Schülerhilfe (in der Hainstraße 4) seien mehrfach Beschwerden über "randalierende Personen" gekommen, berichtet Anja Löffler-Seifert. Dort befindet sich eine überdachte Einfahrt, die von der Trinkerszene als Ausweich-Treffpunkt genutzt wurde. Inzwischen weist dort ein Schild darauf hin, dass es sich um Privatgelände handelt. Seitdem gebe es dort zumindest weniger Probleme, bestätigt eine Nachbarin. Die Polizei werde trotzdem regelmäßig gerufen.

Die Treppe zum Nettomarkt ist Versammlungsort für vom Neumarkt vertriebene Trinker - davon zeugen Abfall und leere Goldbrand-Flaschen am Hang. Auch Netto hat inzwischen Schilder anbringen lassen, die den Alkoholgenuss auf dem gesamten Areal verbieten. (bap)

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