Alt und Jung rocken die Bühne

Während die einen abbauten, bauten die anderen auf. Beim Parkfest in Lengenfeld gab es am gestrigen Montag noch einen Nachschlag - junge Nachwuchsbands traten auf.

Lengenfeld.

Mit rund 11.000 Zuschauern ging am gestrigen Montag das erste Mal in der 42-jährigen Geschichte des Lengenfelder Parkfestes eine dieses Mal viertägige Veranstaltung zu Ende. Junge Nachwuchsbands rockten ab 16 Uhr noch einmal die Freilichtbühne, während andere Parkfestvergnügungen wie Fahrgeschäfte und Riesenrad schon abgebaut waren. Allerdings hielt sich der Andrang vor der Freilichtbühne in den frühen Nachmittagsstunden noch in Grenzen.

Auf der Kippe stand fast bis zu letzt die Entscheidung, ob das Feuerwerk am Sonntagabend gezündet werden kann. "Der Regen hat mir die Entscheidung erleichtert. Es war zwar nicht viel, aber die Natur war doch ein bisschen angefeuchtet, sodass wir keine Bedenken hatten", berichtet Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld). Ohne Regen hätte für ihn die Entscheidung festgestanden, aus Sicherheitsgründen das Feuerwerk zu verschieben.


Mit dem Ende des Parkfestes steht auch immer der Gewinner des Pokals des Bürgermeisters im Armbrustschießen fest. Beinahe hätte Stadtchef Volker Bachmann sich selbst den Wanderpokal überreichen müssen, denn er kam beim öffentlichen Wettbewerb der Schützengesellschaft Lengenfeld 1708 immerhin auf Platz 3. Gewonnen hat dann aber doch das Mitglied eines Schützenvereins, und zwar Luisa Strobel aus Reichenbach, die beim Bundeskönigsschießen schon einmal einen sechsten Platz belegte. Platz 2 sicherte sich der Vorjahressieger Bernd Richter, der der austragenden Schützengesellschaft Lengenfeld angehört. "41 Teilnehmer hatten wir dieses Jahr. Fünf mehr, als 2017", so Vereinspräsident Michael Roth. Auch einige Jugendliche versuchten ihr Glück mit der Armbrust. "Von den Jüngeren hat allerdings keiner so gut geschossen, dass es für einen der vorderen Plätze reichte", berichtet Roth.

Für Volker Bachmann geht ein schönes Parkfest zu Ende, dass alle gut in Erinnerung behalten werden. "Alle Künstler waren gut drauf. Vor und hinter der Bühne war eine tolle Stimmung. Ich habe schon viele positive Rückmeldungen bekommen, sogar einige Fanclubs haben mir geschrieben", berichtet er. Und weiter: "Es gab nur ein paar kleine Zwischenfälle, die aber schnell geregelt waren. Die Ordnungskräfte haben einen guten Job gemacht."

Das Musikkonzept habe sich bewährt. Den Samstagnachmittag, den früher immer Lengenfelder Akteure gestalteten, war dieses Mal mit Rockmusik besetzt. Für Bachmann ebenso die richtige Entscheidung wie der Schlagernachmittag am Sonntag mit Silke Fischer aus Beerheide, die sozusagen fast zu Hause singen konnte und mit Olaf Berger. Diese Auswahl verschaffte dem Parkfest auch am Sonntagnachmittag überregionales Interesse. An den Nummernschildern der geparkten Fahrzeuge war zu erkennen, dass Gäste aus Halle, Leipzig und vielen anderen umliegenden Orten angereist waren. Diese kamen voll auf ihre Kosten. Silke Fischer unterhielt ihr Publikum nicht nur singend von der Bühne aus. Sie mischte sich unter die Gäste, holte zufällig das Geburtstagskind Peter Oberhof (58) aus Leipzig zu sich nach vorn und ließ ihn an der Interpretation des Titels "Warum hast du nicht nein gesagt" mitwirken, Geburtstagswünsche vom Publikum inklusive.

Noch etwas erschöpft, aber ebenfalls zufrieden übergab der Sportverein VfB Lengenfeld gegen 17 Uhr nach Abbau des Festzeltes einen besenreinen Platz, wie es der Vorsitzende Jürgen Frank ausdrückte. Während beim Aufbau vorige Woche noch jede Mengen junge Leute tatkräftig zupackten, waren es gestern vor allem die Älteren, die Hand anlegten. "Die Motivation zur Mithilfe vor dem Fest eindeutig größer als nach dem Fest."

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