Am Schweizerhaus geht's rund

In Kürze ist Hauptmannsgrün keine Sackgasse mehr. Zu einer von der Gemeinde erwogenen Gestaltung der Kreisverkehr-Insel wird es allerdings nicht kommen.

Hauptmannsgrün.

Die im Juni begonnene Generalsanierung der Hauptmannsgrüner Ortsdurchfahrt nimmt in Kürze im ersten Bauabschnitt ein erfreuliches wie letztlich doch überraschendes Ende. Waren die bald erfolgende Freigabe des neuen Kreisverkehrs am Schweizerhaus und damit das ursprüngliche Planungsziel doch zwischenzeitlich in weite Ferne gerückt. "Wir hatten Bauverzug, unter anderem aufgrund der Neuverlegung des Bachs in diesem Bereich. Es gab eine Phase, da hieß es schon, die Schwarzdecke könne erst kurz vor Weihnachten aufgezogen werden", sagte Bürgermeisterin Marion Dick am Freitag. "Doch die Bauleute haben den Rückstand mit Bravour aufgeholt."

Lediglich das Aufstellen der Verkehrsschilder am Kreisverkehr steht noch aus, dann ist Abschnitt eins des über Jahrzehnte immer wieder verschobenen Millionen-Projekts planmäßig abgeschlossen. Bis zum Baubeginn des zweiten Abschnitts ist Hauptmannsgrüns Verkehrsader damit keine Sackgasse mehr, die Schnittstelle von drei Straßen im Bereich des Schweizerhauses wieder voll befahrbar. Der Baubeginn im zweiten Abschnitt erfolgt nach Auskunft der Ortschefin nach dem Winter. "Wenn es die Witterung zulässt, geht's los." Erneuert wird dann die Holperpiste Reichenbacher Straße vom Ortseingang Hauptmannsgrün bis zum Abzweig Waldkirchen unmittelbar vor dem Schweizerhaus.

Der dort erstmals eingerichtete Kreisverkehr war indes bereits vor seiner offiziellen Eröffnung Thema im Gemeinderat. In der jüngsten Sitzung des Gremiums hatte die Bürgermeisterin der Freude vieler Einwohner über die doch noch planmäßig abgeschlossenen Bauarbeiten Ausdruck verliehen und dabei die Frage aufgeworfen, "wie viele Autofahrer den Kreisverkehr nutzen oder gleich gerade drüberfahren". Nicht nur nach Auffassung der Ortschefin müssten sich nämlich viele Nutzer des Kreisels erst an die neue Verkehrsführung gewöhnen.

Deshalb wurde bereits über eine für einen Kreisverkehr charakteristische Gestaltung der doch eher planen Mittelinsel nachgedacht. Sprach Marion Dick in der Sitzung noch von in die Kreiselmitte geschobenem Schnee zur Eingewöhnung, folgten wenig später quasi saisonale Vorschläge. So könne man die Insel etwa mit attraktiv gestalteten Strohballen zieren. Ein Weihnachtsbaum im Advent oder ein Osterhase waren weitere Varianten. "Auf der Suche nach wechselnden Exponaten hätten sich Ortschaftsräte und Bürger schön in die Gestaltung des Ortsbildes an dieser Stelle einbringen können", sagte Marion Dick.

Aber: Derartige Initiativen wird es nicht geben. Wie die Bürgermeisterin nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde sagte, ist das Schmücken eines solchen Kreisverkehrs nicht zulässig. Die Praxis wird also zeigen, ob die Anlage des Kreisels wie dessen Ausschilderung zu der gewünschten Nutzungsart führt. Doch bis der Knotenpunkt quasi unter Volllast fährt, dauert es bis zum Herbst. Während des Baus des zweiten Abschnitts unter Vollsperrung ist die Kreisel-Zufahrt nur von der Hauptstraße und von der Voigtsgrüner Straße aus möglich.

Erneuert werden in Hauptmannsgrün in Kooperation des Straßenbauamts mit Landkreis und Gemeinde Fahrbahn und Gehwege auf einer Länge von 700 Metern. Zum Vorhaben gehört das Neu- und Umverlegen von Trinkwasser-, Abwasser-, Regenwasser- und Gasleitungen sowie von Elektro-, Telekom- und Beleuchtungskabel. Auch an Leerrohre für den Breitbandausbau ist gedacht. Nach Abschluss aller Arbeiten ist Heinsdorf den letzten Flickenteppich der Ortsdurchfahrt los.

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