Auftragsvergabe - Radwegebau kommt nur mühsam voran

Plauen/Reichenbach.

Für einfachere Planungsabläufe beim Bau von Radwegen hat sich Landrat Rolf Keil (CDU) ausgesprochen. Keil sagte diese Woche in der Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses, häufig werde "das umweltfreundlichste Fahrzeug mit Umweltargumenten bekämpft". Auf Anfrage des Kreisrates Ulrich Lupart (AfD/DSU-Fraktion) bestätigte der Landrat, dass der Elsterradweg nach wie vor Lücken aufweise. Dietmar Rentzsch, Chef des Amtes für Straßenunterhalt: "Wir haben durchgehende Abschnitte, aber auch neuralgische Punkte." Letztere seien vor allem die geschützten FFH-Gebiete. Der Ausschuss stimmte der Auftragsvergabe an die Strabag GmbH Glauchau für einen 574 Meter langen Abschnitt zwischen Neudörfel und Ruppertsgrün zu. Kosten: 318.000 Euro. (ur)

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4Kommentare
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    WilhelmTell
    19.08.2018

    So kurz kann politsches Gedächtnis sein:
    Wer sich jetzt über FFH-Gebiete beklagt muss sich erinnern, dass es seine Parteifreunde und deren Verwaltung waren, die in präventivem Gehorsam und opportunistischem Übereifer genau diese Gebiet an die EU gemeldet habren um mit Planübererfüllung* protzen zu können.
    *) klingt dieser Begrtiff nicht irgendwie vertraut? - Alter Wein in neuen Schläuchen?
    Aber schon Konrad Adenauer sagte: " …. was kümmert mich heute mein Geschwätz von gestern!"

  • 2
    0
    WilhelmTell
    19.08.2018

    Umweltfreundlich mag das Rad ja sein, aber wenn man die Kosten des Radwegebaus in Bezug zur Frequentierung setzt und diese mit denen des Baus von Straßen und deren Nutzungsintensität vergleicht - sind Radwege die teuerste Infrastruktur - wenn man mal vom RMD-Kanal absieht!
    Man ist geneigt dem Landrat zu sagen:
    "Wissen ist Macht, nichts wissen macht in ihrer Position auch nichts!"

    Ist seinen Planern übrigens schon mal aufgefallen: Die Leute fahren offroadtaugliche Mountainbikes und wollen dafür aalglatte Asphaltradwege - schon a bisserl schizophren?
    Oder:
    Radwege für "Naturfreunde", egal wieviel Natur dafür wörtlich und bildlich "auf der Strecke" bleiben muss?

  • 2
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    WilhelmTell
    18.08.2018

    "neuralgische Punkte" ….. nicht die ganze Wahrheit sagen ist noch nicht gelogen. ;-)
    Man sollte sich an den, in allen Instanzen verlorenen Prozess gegen die Grüne Liga wg. des Radwegschwarzbaus erinnern. Hier bedarf es eben nach geltendem Recht (das auch Landrat Keil nicht ändern - oder ignorieren - kann wie ihm belieben würde) eines positiv abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens. Das könnte am ehesten dadurch beschlenigt werden, dass sich das LRA mit der Grüne Liga über eine Alternativtrasse und Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff einigt. Jede Kraftprobe des Landrats, wie weit er geltendes Recht dehnen oder beugen kann verzögert den Bau nur unnötig!

  • 2
    0
    Tauchsieder
    18.08.2018

    Die leidigen Naturschutzrechte, wenn's die nur nicht gäbe.
    Entweder man hält die "Kl...e", oder gesteht seine Fehler ein. Es waren sächs., bundesdeutsche und europ. Gesetzesrichtlinien gegen die LR Keil mit seinem Radweg-Schwarzbau bei Adorf verstoßen hat. Er braucht diese Gesetze doch bloß zu ändern und schon hat er nicht nur waagrecht, oder senkrecht, er hätte sogar Baurecht
    Es gab einen Plan A des Radweges, der straßenbegleitend errichtet werden sollte. Wer immer diesen Plan verworfen hat, ob Lenk oder Keil, muss jetzt mit den Konsequenzen leben. Der Radweg könnte seit etwa 4 Jahren fertiggestellt sein, aber nicht in Naturschutzgebieten!



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