Ausbau der Straße muss noch warten

Nach den Wasser- und Abwasserarbeiten in der Gartenstraße in Mylau wird es nur den üblichen Deckenschluss geben. Das ergab ein Ortstermin.

Mylau.

In der Gartenstraße in Mylau lässt der Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland seit August durch die Tiefbaufirma Safferthal die Trinkwasserleitungen auswechseln. Davor hatte es drei Havarien kurz nacheinander gegeben. Bei den Bauarbeiten kam zutage, dass auch das Abwasserkanalnetz marode ist. Deshalb lässt der AZV Reichenbacher Land den Kanal samt der Hausanschüsse erneuern. Das zunächst für den 23. September geplante Bauende war so nicht zu halten. Der obere Bereich ist noch voll gesperrt.

Nach der gestrigen Bauberatung trugen Anwohner vor Ort ihren Wunsch vor, die Straße doch gleich mit auf voller Breite zu bauen. Nebenan in der Karlstraße sei das doch auch möglich gewesen, ebenso am Wehnersberg. So wie die Straße ist, könne sie jedenfalls nicht bleiben. Auf den schiefen Fußwegen habe es schon etliche Stürze gegeben.

Sabine Klose von der Stadtverwaltung Reichenbach, die sich dem Gespräch stellte, musste etwas bremsen. Demnach wird es den üblichen Deckenschluss für die aufgegrabenen Bereiche geben. Denn allein mit Deckenbau lasse sich auf der Gartenstraße nichts verbessern. "Der Unterbau ist so inhomogen. Wir müssten da einen grundhaften Straßenbau machen und 60 bis 70 Zentimeter tief reingehen. Hinzu kommt die schwierige Gefällesituation im vorderen Bereich", sagt sie. Zudem seien im Moment Planungsbüros und Baufirmen ausgelastet. "Wenn wir bauen, dann richtig", steht für sie fest. Sie will das Problem mit in die Dienstberatung nehmen und schon mal die Kosten ermitteln.

Allerdings findet sich die Gartenstraße weder als Maßnahme in der Fusionsvereinbarung zwischen Reichenbach und Mylau noch in der aktuellen Prioritätenliste für den Straßenbau in Reichenbach. Damit ihre Straße dort aufgenommen wird, sollten die Bürger auf den Ortschaftsrat und die Stadträte einwirken. Denn die Prioritätenliste wird jedes Jahr neu verhandelt. Die Stadt müsse dann auch sehen, wo sie Fördermittel herbekomme, machte Sabine Klose aufmerksam.

"Jetzt wissen wir zumindest, woran wir sind", erklärten die Bürger. "Aber erleben werde ich es noch?", fragte eine Anwohnerin.

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