B 169: Neuer Weg für Fußgänger

Eine Insel auf der Straße soll die Situation für Passanten entschärfen. Die Entscheidung fiel nach einer Verkehrszählung.

Auerbach.

Die Bundesstraße 169 in Auerbach bekommt noch in diesem Jahr neben der Einmündung der Goethestraße einen zusätzlichen Fußgängerüberweg. Das ist die Konsequenz, die Stadt Auerbach, die Polizei Auerbach, der Vogtlandkreis und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) aus dem tödlichen Unfall gezogen haben, der sich dort im August ereignet hat. Das Vorgehen haben die Beteiligten nach einer Ortsbesichtigung beschlossen, sagt Lasuv-Pressesprecherin Isabell Siebert.

Das Landesamt als die für Bundesstraßen zuständige Behörde war zuerst gegen einen weiteren Überweg. Begründung: Es gibt zwei mit Ampeln gesicherte Fußgängerüberwege in der Nähe. Das Lasuv änderte laut Siebert seine Meinung angesichts der Zahlen, die die Stadt Auerbach an der Unfallstelle erhoben hat. Die ließ dort am 26. August zwischen 10 und 11 Uhr Fußgänger und Fahrzeuge zählen. Nach Auskunft von Pressesprecher Hagen Hartwig sei das die Zeitspanne, in der die B169 am meisten frequentiert wird. In der Stunde überquerten die Straße 116 Fußgänger. In beiden Richtungen waren zu der Zeit insgesamt 1305 Fahrzeuge unterwegs.

Das Lasuv lässt nach der Einmündung der Goethestraße eine unter der sperrigen Bezeichnung laufende "aufgedübelte Querungsinsel" bauen. Das sind laut der aus dem Großraum Mainz stammenden Firm Lüft Verkehrstechnik bis zu 200 Kilo schwere Teile aus recyceltem Kunststoff. Lüft entwickelt und installiert Beschilderungen und Verkehrsleiteinrichtungen. Die Teile werden auf die Straße gelegt und gegen das Verrutschen verankert.

Die Insel in der Straßenmitte ermöglicht es den Fußgängern, dass sie dort gefahrlos stehen bleiben und Autos passieren lassen können. "Wir rechnen mit Kosten für Querungshilfe und Anpassung der Markierung in Höhe von rund 20.000 Euro. Das übernimmt der Bund", so Isabell Siebert. Für die Arbeiten wird die B 169 voraussichtlich halbseitig gesperrt. Wann genau die Insel gebaut wird, steht noch nicht fest.

Der Unfall im August war nicht der erste mit tödlichem Ausgang, der sich an der Stelle ereignet hat. Nach Recherchen von "Freien Presse" wurde dort im Dezember 2015 eine Person angefahren. Sie verstarb später an den Unfallfolgen. Ähnlich ging es einem Mann, der im Dezember 1997 von einem Auto erfasst wurde. Er starb 14 Tage später.

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