Bad undicht: Zisterne soll her

Der Pechtelsgrüner Ortschaftsrat beklagt schon lange den schlechten Zustand des Löschwasser- beckens. Der Ersatz kostet knapp 300.000 Euro.

Pechtelsgrün.

Die Tage des alten Freibades im Dorfzentrum von Pechtelsgrün sind möglicherweise gezählt. Als Schwimmbad für die Kinder gebaut und zuletzt als Löschwasserreservoir genutzt, hat es nun wegen Altersschwäche ausgedient. Es soll durch eine unterirdische Zisterne ersetzt werden.

Das beschlossen die Stadträte von Lengenfeld am Montag. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 297.000 Euro. Zwar wäre eine Sanierung möglich. Doch davon nehmen die Verantwortlichen Abstand. Einwohner, Ortschaftsrat und Vertreter der Verwaltung hatten sich zusammengesetzt und das besprochen. Gemeinsam war man dazu gekommen, dass ein unterirdisches Bauwerk die beste Lösung sei, so Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld). "Bei einer Sanierung des Beckens hätten wir wegen der Nähe zum Spielplatz einen zwei Meter hohen Zaun bauen müssen. Das ist eine Forderung der Versicherung", sagte Bachmann. Der Zaun wäre aber störend im Dorfzentrum gewesen, fanden die Beteiligten.

Der unterirdische Speicher soll ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern haben. Damit sei gewährleistet, dass über einen Zeitraum von zwei Stunden die vorgeschriebenen 96 Kubikmeter Wasser pro Stunde zur Verfügung stehen. Die Stadtverwaltung will ein Betonbecken mit begehbarer Beton-Abdeckung und Mutterboden bauen lassen. Der Überlauf eines Brunnens soll das Becken füllen, so wie es jetzt schon der Fall ist. Bauamtsleiter Dirk Brandt im Nachgang: "Zwar ist der Zulauf unter solchen Bedingungen wie dieses Jahr spärlich, aber wir hätten die Möglichkeit, das Becken auch anders zu füllen, entweder über einen Hydranten, über die Trinkwasserleitung oder über den Stausee. Das müssen wir erst noch prüfen."

Das Becken soll Zulauf und Ablauf erhalten. Am Zulauf ist ein begehbarer Kontrollschacht geplant. Brandt: "Da so gut wie keine Verdunstung stattfindet, gehen wir davon aus, dass der Wasserstand relativ konstant bleibt." Den Speicher möchte die Stadt gern mit Fördergeld finanzieren. Der Fördersatz für Löschwasserspeicheranlagen betrage 80 Prozent, jedoch maximal 250.000 Euro. Gerechnet mit der derzeitigen Kostenschätzung ergebe sich eine Förderhöhe von 237.000 Euro bei einem Eigenanteil 59.400 Euro. Notwendig sei, ein Projekt einzureichen. Komme dieses in die engere Wahl, könnte die Stadtverwaltung in einem zweiten Schritt die Planung in Angriff nehmen. Läuft alles wunschgemäß, sei ein Baubeginn im nächsten Frühjahr denkbar. Ohne Förderung komme das Vorhaben weitaus teurer, hieß es.

Nach Fertigstellung der Zisterne wäre es denkbar, die neu entstandene Freifläche in das Dorfzentrum als nutzbaren Platz zu integrieren: "Das wäre aber ein neues Projekt und hat mit dem jetzt geplanten nichts zu tun", betonte Brandt.

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