Beschwingt Jubiläum gefeiert

Marco Elsner stand vor 15 Jahren erstmals auf der Bühne. Am Samstag kamen viele Weggefährten zur Party in das Neuberinhaus - nicht nur um zu gratulieren.

Reichenbach.

Steht man im Alter von 23 Jahren bereits seit 15 Jahren regelmäßig auf der Bühne, dann ist das ein Grund zum Feiern: Das dachte sich Marco Elsner aus Coschütz und lud zum Konzert "Stage 2018" sowie zur anschließenden Party ins Reichenbacher Neuberinhaus ein.

Im Saal und auf der Bühne konnte er Weggefährten, Lehrer, Musikerkollegen begrüßen, die mit seinem musikalischen Weg verbunden sind. Es waren die Geschichten seiner Gäste und die Moderationen von Marco Elsner, die den Abend zu etwas Besonderem machten. "Das Programm soll zeigen, wie die 15 Jahre so waren", kündigte der Gastgeber an. An erster Stelle stand die Band LTR, damals als Lachtaler beim Dorffest in Losa in Aktion. Uwe Schädlich hatte den Achtjährigen zum Dorffest eingeladen und auf die Bühne geholt. Schädlich: "Damals hieß es, in Coschütz ist so ein Klaaner, der spielt perfekt Akkordeon. Schon beim Soundcheck habe ich gedacht, alle Achtung, der könnte etwas werden, und er ist etwas geworden." Die LTR-Partyband musste beim Jubiläum nach einigen gemeinsamen Titeln mit Marco Elsner zum Auftritt nach Elsterberg aufbrechen, nicht ohne vorher noch Geschenke übergeben zu haben.

Bei der Premiere in Losa hatte Marco Elsner gerade ein, zwei Jahre Akkordeon gelernt. Er gehörte zur Musikschule Fröhlich und zur inzwischen aufgelösten Harmonikaband. Fünf Musikerinnen von damals, die heute unter Tastra auftreten, standen zur Jubiläumsfeier ebenfalls mit ihm auf der Bühne. Elsner: "Ich freue mich, dass wir wieder zusammen musizieren können." Titel wie "New York" von Frank Sinatra oder ein Medley aus Songs der Neuen Deutschen Welle trugen zur musikalischen Vielfalt des Abends bei. Mit der Textzeile aus dem gespielten Revolverheld-Titel "In der Kneipe brennt noch immer das Licht" leitete Marco Elsner zu seinem nächsten Gast über. Scheunen-Wirt Frank Wirth musste erst seine Gäste versorgen, bevor er auf die Bühne des Neuberinhauses kommen und Lieder von Reinhard Mey und Max Raabe singen konnte. In einem amüsanten Gespräch erinnerten sich Marco Elsner und Frank Wirth an ihre erste Begegnung in Vorbereitung eines Scheunen-Sommerfestes. Elsner: "Frank hat erzählt, dass er ganz gern hinterm Tresen singt. Wir haben uns zusammengesetzt und drei Lieder vorbereitet." Wirth: "Nee, das war noch etwas anders." Er erklärte, dass Marco Elsner ihn gefragt habe, in welcher Tonart er singen wolle. "Davon hatte ich noch nie etwas gehört, aber es war der Auslöser, um Gesangsunterricht zu nehmen", sagte der Scheunenwirt. Seitdem hat er zwei Mal das Neuberinhaus gefüllt, ist bei Veranstaltungen zu erleben und tritt regelmäßig bei seinen Festen auf.

Ein weiterer musikalischer Gast war Carsten Göpfert, der vor acht Jahren das erste Mal mit Marco Elsner beim Weihnachtskonzert des Reichenbacher Gymnasiums gemeinsam auftrat. "Ich war damals in der zwölften und brauchte für ein Lied einen Akkordeonisten. Unser Musiklehrer Thomas Herrmann meinte, in der zehnten Klasse sei jemand", so der Reichenbacher, der inzwischen in Leipzig lebt und mit seiner A-cappella-Gruppe Quintense tourt. Mit "Girl I wanna lay you down" fügte er dem Programm eine weitere Facette hinzu.

Den musikalischen Abschluss gestaltete die "Hausband" aus Schülern und ehemaligen Schülern des Gymnasiums, unterstützt von Selina Tulasoglu. Zwischendurch hatte sich Marco Elsner bei seinen Förderern und Lehrern bedankt, wie bei Silke Werner und Klaus Teufel, die nicht da sein konnten. Auf die Bühne kamen auch Eva-Maria Löscher sowie Wolfgang Fischer, der Marco die Kunst des Gitarrespielen beibrachte. "Marco war immer ein sehr fleißiger Schüler", sagte die Chefin vom früheren Musikhaus in Treuen, die immer wieder vermittelnd eintrat und bei Problemen half. "Er war der Lichtblick in der Woche", fügte Wolfgang Fischer hinzu.

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