Besucher: Brückengeländer ist gefährlich

Bei einem Abstecher an die Göltzschtalbrücke hat ein Opa den Enkel schon im Bach gesehen. Netzschkau will jetzt handeln.

Netzschkau.

Das Geländer an der direkt neben dem Bühnengelände liegenden Brücke über die Göltzsch stammt ganz offensichtlich noch aus DDR-Zeiten. Und es ist definitiv gefährlich, sagt Rene Petzoldt nach einem Besuch der Göltzschtalbrücke jüngst. Der Markneukirchner war dabei mit seinem vierjährigen Enkel auch in die Nähe der zu den Parkplätzen führenden Brücke gekommen - und musste erstmal durchatmen, als der Knirps rasch an das Geländer herantrat, um einen Blick nach unten zu werfen.

"Mir wurde sofort heiß und kalt", berichtet der Brückengast über eben diesen Blick von der mehrere Meter hoch den Fluss überspannenden Brücke. "Die Verstrebungen liegen viel zu weit auseinander, das ist unverantwortlich", sagt der Markneukirchner. Wenn dort ein Kind - warum auch immer - Übergewicht bekäme, könnte es zu einem Unglück kommen. "Ich verstehe nicht, dass es da noch keine Beschwerden gab. Da die Göltzschtalbrücke viele Touristen anlockt und das Vogtland ja damit auch um Touristen wirbt, sollte dieser Missstand schnell beseitigt werden. Von umgefallenen Wegweisern, Scherben oder dem erneuerungsbedürftigen Holzspielplatz will ich erst gar nicht reden", sagt der Besucher, der sich mit seiner Kritik vergebens an den Landkreis gewandt hatte.


Schließlich ist die Behörde seit der Abgabe des Brückengeländes Anfang 2018 nicht mehr zuständig. In der Verantwortung ist jetzt die Stadt Netzschkau, deren Bürgermeister gar nicht lange um den heißen Brei herumredet: "Das ist ein Vorhaben, das wir schon länger auf dem Schirm haben und jetzt angehen", sagt Mike Purfürst (Gewerbeverein). Dazu soll es in absehbarer Zeit einen Ortstermin mit einer Schlosserei geben. Aus Kostengründen, berichtet der Ortschef, ist ein Neubau offenbar kein Thema. "Denkbar ist das Einschweißen eines doppelten Stabgitters, das werden wir jetzt vor Ort prüfen", sagt Mike Purfürst und spricht die ebenfalls mit einem unzureichenden Geländer ausgestattete Brücke an der Parkplatzzufahrt an. Doch mit dem knappen städtischen Budget könne man an der Göltzschtalbrücke eben nicht alles auf einmal stemmen.

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