Brache macht Platz für Spielplatz

Die Stadt Reichenbach fördert den Abriss eines Gebäudes der einstigen Vogtlandstoffe. Mit dem Gelände hat ein Verein viel vor.

Reichenbach.

Der Verein Die Fabrik CVJM will bis zum Sommer das so genannte ITL-Gebäude der einstigen Vogtlandstoffe an der Dr.-Külz-Straße 19 in Reichenbach abreißen. Bei zehn Enthaltungen und einer Gegenstimme hatder Reichenbacher Stadtrat jetzt beschlossen, den Abriss zu 100 Prozent, maximal aber mit 94.000 Euro, zu fördern.

Das Geld soll, die Bewilligung der Sächsischen Aufbaubank vorausgesetzt, zu 80 Prozent aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie zu je zehn Prozent aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" und aus Eigenmitteln der Stadt Reichenbach fließen.

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Das heutige Gelände des Vereins Die Fabrik CVJM gehörte früher zum VEB Vogtlandstoffe, der hier Verwaltungs- und Produktionsgebäude hatte. Nach 1990 wurde das Werk geschlossen, viele Gebäude verfielen. Teile der Industriebrache konnten bereits 2007 bis 2013 abgerissen werden. Andere Teile wurden von 2011 bis 2014 saniert und dienten seit dem als Begegnungs- und Beherbergungsstätte für Jugendliche. Seit dem Jahr 2015 ist im Objekt eine für sieben Jahre an den Vogtlandkreis vermietete Asylbewerberunterkunft eingerichtet.

Was das mit seiner Front zur Dr.-Külz-Straße hin stehende ITL-Gebäude angeht, sei eine Nutzung durch den Christlichen Verein junger Menschen "aufgrund des hohen Sanierungs- und Modernisierungsaufwandes nicht möglich". Mit dem geförderten Abriss hat die Stadt Reichenbacher die Chance, diesen städtebaulichen Missstand zu beseitigen. Damit entstehe gestalterischer Freiraum. Auf dem Gelände soll ein Spiel- und Erholungsplatz angelegt werden. Diese Maßnahme ist für 2021 vom CVJM geplant.

Stadtrat Henry Ruß (Linke) fragte nach, ob die Ornamente an der Fassade des Gebäude erhalten werden können. Baufachbereichsleiter Sven Hörning erklärte zu diesem Ansinnen, dass man laut Aussagen des Planers unter 20.000 Euro Bergungskosten nicht hinkomme. Daher werden die Fassadenelemente lediglich vor dem Abriss dokumentiert.

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