Brasserie feiert: Zehn Jahre Belebung der Innenstadt

Das Ladenlokal an der Marktstraße ist längst ein Treff für Jung und Alt. Soetwas gibt's weit und breit nirgendwo, sagt der Chef.

Reichenbach.

Heute wird die Brasserie Forbriger an der Reichenbacher Marktstraße zehn Jahre alt. Einige werden denken: Was, schon zehn Jahre? Andere meinen eher: Naja, ist ja jetzt nicht so viel. An beidem ist etwas dran. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an die Zeit des Herrenausstatters vor der Wende dort - und an einen Kinderladen nach der Wende. Andere an gastronomische Einrichtungen am Markt, die längst Geschichte sind. Jan Forbriger, einer der beiden Geschäftsführer des Familienunternehmens Forbriger Backwaren, ist jedenfalls stolz auf das Jubiläum und belohnt die Gäste mit satten Rabatten: Zehn Prozent heute auf alles, auf das Backwarensortiment und sogar auf Brotschnaps oder Eierlikör, auf Tortenbestellungen und Verträge fürs Catering. Mehr Rabatte folgen das ganze Jahr über auf wechselnde Artikel aus dem Sortiment.

"Zehn Jahre Gastronomie in Reichenbach - das sind sieben Tage die Woche, 363 Tage im Jahr Innenstadtbelebung", sagt Jan Forbriger. Das Haus sei so gut wie nie leer. Höchstens Samstagnachmittag könnte man zusperren, weil die Stadt wie ausgestorben scheint. Die im Volksmund "Brasse" genannte Einrichtung habe sich etabliert. Auch für Feierlichkeiten, öffentliche Veranstaltungen wie Kabarett oder Firmenmeetings sei das Haus eine gute Adresse. "Wir halten die ganze Zeit über einen Koch vor, bieten Frühstück an und eine Speisekarte mit frisch gekochtem Essen. Von Schülern, die Snacks holen, Geschäftsleuten beim Essen oder der Familie mit Kind in der Spielecke bis zur Oma beim Kaffee-Kränzchen - die Brasse ist der wahrscheinlich lebendigste generationenübergreifende Treffpunkt in ganz Reichenbach", glaubt der Geschäftsführer.

Jan Forbriger ist viel auf Achse und schaut sich gern anderswo um. Dabei hat er vor allem nach Unternehmen mit Bäckergastronomie, also Backwarenverkauf, Snacktheke, frisch gekochtem Essen und auf die damit verbundenen Preise geschaut. "In Südwestsachsen gibt es nichts Vergleichbares. Die Brasserie profitiert dabei auch von unseren Kantinen bei Mahle und in der Plauener Sparkasse", verriet Jan Forbriger. Wenn sich die Sparkassendamen in Plauen etwas Besonderes wünschen, wird das auch hier angeboten. Die Küche im Haus am Markt arbeitet im Dreischichtbetrieb und platzt aus allen Nähten, deshalb soll es demnächst eine Auslagerung an den Produktionsstandort am Obermylauer Weg geben.

Um über all die Zeit durchzuhalten und noch besser zu werden, haben sich Forbrigers immer wieder veränderten Bedingungen angepasst und das Haus in Schuss gehalten. Die Karte wurde in zehn Jahren dreimal geändert, eine neue kommt im Sommer. Dabei achtet der Unternehmer auf die Wünsche der Gäste. Traditionelle Küche ist gefragt, aber auch das Snackangebot hat sich gut entwickelt.

"Ich mag vor allem Soljanka, Kartoffelsuppe, Würzfleisch", erklärte Gabi Eibisch, die mit Kolleginnen die Mittagspause gern in der Brasserie verbringt. Da kommen auch schon ausgeschiedene Kolleginnen wie Karin Rödel dazu. "Currywurst ist gut. Und wir schauen auch auf die Tagesgerichte", meint die Ruheständlerin. "Wenn mir das Tagesangebot nicht zusagt, dann gern Suppe", ergänzt Michaela Rödel.

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