Brückenschlag im September: Rodewischs Park wird attraktiver

Die Rissbrücke ist weg, ihre Nachfolgerin nimmt Gestalt an. Auch sonst tut sich allerhand im Stadtpark entlang der Göltzsch.

Rodewisch.

Der Gondelteich ist entschlammt, seit voriger Woche füllt er sich allmählich wieder mit Wasser. Steigt der Pegel schnell genug, soll zum Weinfest auf der Insel im August wieder Gondelbetrieb möglich sein. Auch der Rundweg um die Überreste der Wasserburg "Festes Hus" wird saniert. Zurzeit wird die neue Beleuchtung installiert, neue Bänke folgen. Und ein paar hundert Meter weiter entsteht das Nachfolgebauwerk für die im vergangenen Jahr abgerissene Rissbrücke.

Der Tiefbau und die Arbeiten für die Widerlager am Zusammenfluss von Pöltzsch und Göltzsch sind soweit fortgeschritten, dass Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) zuversichtlich ist, dass bald der Brückenschlag erfolgt: "Wir liegen gut im Zeitplan. Danach soll im September die vorgefertigte Stahlkonstruktion eingehoben werden."


42 Meter lang und 3,50 Meter breit, werden auf der neuen Brücke Fußgänger und Radfahrer die Göltzsch in Verlängerung der Parkallee überqueren können. Weil die neue, filigrane Stahlkonstruktion so gar nichts mehr mit der 1915 errichteten massigen Riss- oder großen Parkbrücke gemein hat, kann sich Rodewischs Stadtoberhaupt vorstellen, dass der Neubau einen neuen Namen erhält. Ob und wie dieser Name gesucht und gefunden wird, ist noch nicht spruchreif, bislang nur eine Idee. Schließlich weiß auch die Bürgermeisterin, dass in einer so jungen Stadt wie Rodewisch mit Stadtrecht seit 1924 etliche Bürger an den Zeugnissen der Vergangenheit hängen.

Der Brückenneubau ist das Herzstück bei der Sanierung des Stadtparkes zwischen Busbahnhof, Parkstraße/Parkallee und B 169. Fast 1,3Millionen Euro betragen die Kosten dafür, einschließlich Abriss der alten Rissbrücke. Mehr als 800.000 Euro dieser Summe stammen aus verschiedenen Fördertöpfen.

Parallel zum Brückenbau werden Wege erneuert. Parkallee und der Weg von der Dr.-Goerdeler-Straße zur Brücke werden barrierefrei ausgebaut, also asphaltiert. "Das ist auch in der Unterhaltung vorteilhaft, etwa beim Winterdienst", so die Bürgermeisterin. Beleuchtung, Bänke und andere Ruheplätze sowie Spielmöglichkeiten werden diesen zentrumsnahen Teil des Stadtparkes aufwerten. "Attraktiv ist auch die Erschließung des Ufers der Göltzsch im Bereich der Brücke", sagt Kerstin Schöniger und geht davon aus, dass der Stadtpark mit der Umgestaltung wieder zu dem Kleinod wird, der er über viele Jahr war. "Übrigens nicht nur für die Rodewischer. Mich haben auch schon Auerbacher Bürger gefragt, wann sie wieder ohne Einschränkungen durch unseren Stadtpark flanieren können", freut sich die Bürgermeisterin über den Zuspruch aus der Nachbarschaft.

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