Bürgerpreis für Pfadfinder

Der Limbacher Bürgermeister Bernd Damisch übergab die Auszeichnung an André Fritzsch. Dessen Idee hat Früchte getragen.

Limbach.

Auch Pfadfinder, die gern gemeinsam in der Natur aktiv sind, müssen in den Zeiten der Coronapandemie in das weltweite Datennetz ausweichen, um den Kontakt untereinander nicht abreißen zu lassen: "Online-Gruppenstunden", heißt das Zauberwort, mit dem sich die 28 Mitglieder der Buchwalder Gruppe derweil die Zeit vertreiben.

Für Gründer André Fritzsch eine ungewohnte Art des Pfadfinderdaseins. Seit knapp zehn Jahren betreut er die Buchwalder Gruppe, die sich Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Limbach nennt. Für sein Engagement erhielt André Fritzsch jetzt aus den Händen von Bürgermeister Bernd Damisch (Freie Wähler) während der Sitzung des Gemeinderates den mit 150 Euro dotierten Bürgerpreis der Sparkasse Vogtland. Zur Ehrung sagt Fritzsch: "Der Preis geht nicht nur an mich, sondern auch an die vielen Helfer, ohne die diese Arbeit gar nicht möglich wäre."

André Fritzsch hofft, bald wieder in den Normalmodus mit seiner Gruppe übergehen zu können, denn Pfadfinder sein bedeutet in erster Linie, sich draußen in der Natur aufhalten und dort die einfachen Dinge des Lebens kennenzulernen. "Die Kinder lernen bei uns zum Beispiel, wie man mit einem Messer umgeht, mit Feuer oder mit Werkzeug", erklärt Fritzsch. Da es um Beschäftigung jenseits der Komfort-Zone geht, ist die Ausstattung des Vereinssitzes denkbar einfach: "Eine Wiese, ein Bauwagen", zählt Fritzsch alles auf, was die Gruppe für ihre Tätigkeit benötigt.

Gerade steht der Umzug ins Haus an, von einer Wiese in Hinterbuchwald an die Straße der Einheit. "Ich habe hinter meinem Haus eine Wiese und eine Scheune gekauft. Die wollen wir künftig nutzen", so der Leiter der Gruppe.

Nächstes Frühjahr wollen die Buchwalder Pfadfinder ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Sie hoffen, dass es dann ohne Corona-Beschränkungen geht. Fritzsch: "Die Vorbereitungen laufen. Wir entwickeln gerade Ideen, was wir machen wollen. Nützlich ist in diesen Tagen unser Pfadfindertagebuch, mittlerweile ein dicker Ordner mit Fotos, Karten und vielen Erinnerungen an die zurückliegenden Jahre."

Er kam vor einem Jahrzehnt auf die Idee, eine solche Gruppe zu gründen, "weil ich einmal bei der Polizei gearbeitet habe und ich finde, dass Tugenden wie Pünktlichkeit und Disziplin auch in der heutigen Gesellschaft noch wichtig sind".

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