Bürgerpreise gehen an zwei Vereine

Während der Sitzung des Heinsdorfer Gemeinderates sind Heimatverein und Kleintierzuchtverein ausgezeichnet worden - für vorbildliche Traditionspflege und Jugendarbeit.

Heinsdorfergrund.

Am Freitag sind Mitglieder des Heimatvereins Heinsdorfergrund wieder mit Schülern der Hauptmannsgrüner Grundschule unterwegs, um neue Nistkästen in der Gemeinde aufzuhängen. Ein Beispiel, das zeigt, wie Vereinsarbeit generationsübergreifend das Leben im Dorf bereichert. Gleiches gibt es seit Jahr und Tag vom Kleintierzuchtverein S710 Unterheinsdorf zu berichten, der nicht nur wegen seiner oft Gäste aus ganz Deutschland mobilisierenden Ausstellungen in der Turnhalle in den Schlagzeilen steht.

Beide Vereine sind am Montagabend während der Sitzung des Gemeinderats unter dem Beifall des Gremiums und Reichenbachs OB Raphael Kürzinger (CDU) mit dem Bürgerpreis der Sparkasse für vorbildliche Traditionspflege und Jugendarbeit ausgezeichnet und mit jeweils 250 Euro prämiert worden.

Nach den Lobes- und Dankesworten von Filialleiterin Annette Redmer sowie Bürgermeisterin Marion Dick spielten Vertreter der Vereine den Ball prompt zurück. "Man muss auch sagen, dass uns unsere Arbeit im Dorf sehr leicht gemacht wird", sagte Reiner Dittes, Chef des Kleintierzuchtvereins, und meinte damit beispielsweise das jüngst für den Vereinsnachwuchs, Jugend-Feuerwehr und Jugendclub eröffnete Jugendhaus. Auch Jürgen Bär für den Heimatverein bedankte sich im Gegenzug für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Die Auszeichnung wurde allerdings von einem Wermutstropfen getrübt. Jürgen Bär sagte den stets vom Verein mitausgerichteten Adventsmarkt mit dem Hinweis auf die aktuelle Coronalage ab. Damit zieht der Verein dem Traditionsverein Rollbockbahn nach, der jüngst seine parallel geplante Veranstaltung im und am Lokschuppen abgesagt hatte. "Es nützt ja nichts, wenn wir im Gemeindezentrum lediglich 50 Besucher reinlassen können, dann steht die Schlange bis Unterheinsdorf", sagte der Vereinsvertreter. An den traditionsreichen Veranstaltungen wie Winterwanderung, Speckfett-Wettbewerb, Pflanzen- und Gartenbörse oder an dem Herstellen von Erntekronen werde dennoch weiter festgehalten.

Trotz Corona peilt auch der Kleintierzüchterverein die Austragung seiner vor der Pandemie stets mehr als 1000 Besucher anlockenden Ausstellung in der Turnhalle an. Vom 13. bis 15. November sollen dabei New-Hampshire-Hühner aus ganz Deutschland im Mittelpunkt des Interesses stehen. "Wir müssen allerdings sehen, wie sich die Lage bis dahin entwickelt", schränkte Reiner Dittes die Vorfreude ein. Sein Verein tritt traditionell für den Erhalt seltener und vom Aussterben bedrohter Rassen ein und fördert das Verständnis dafür in der jungen Generation beispielsweise in Arbeitsgemeinschaften im Goethe-Gymnasium Reichenbach oder der Grundschule in Hauptmannsgrün. Der Verein ist ebenso bei Dorf- und Feuerwehrfesten aktiv, beteiligt sich an Festumzügen und überregionalen Ausstellungen.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.