Busfahrer erstochen: Messerstecher von Hof wohl schuldunfähig

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In Hof wurde vor rund zehn Wochen ein Busfahrer bei einer Messerattacke getötet. Die Ermittler betrachten den Täter als Schuldunfähig.

Die Staatsanwaltschaft Hof hat die Ermittlungen zum Tod eines polnischen Busfahrers vor dem Hauptbahnhof in Hof in der Nacht zum 6. Juli abgeschlossen. Dem aus dem Vogtland stammenden Beschuldigten wird eine vorsätzliche Körperverletzung und Totschlag zur Last gelegt.

Er hatte zunächst einen aus Polen stammenden Busreisenden geschlagen und anschließend - als der Busfahrer schlichtend eingreifen wollte - diesen mit einem Taschenmesser in den Hals- und Nackenbereich gestochen. Infolge der Verletzungen verstarb der Busfahrer noch am Tatort.

Laut eines Gutachtens leidet der Beschuldigte an einer erheblichen psychischen Krankheit, aufgrund derer seine Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgehoben war. Daher könne eine strafrechtliche Verurteilung nicht erfolgen. Vielmehr hat die Staatsanwaltschaft beim Landgericht beantragt, die strafrechtliche Unterbringung des Beschuldigten in einer psychiatrischen Anstalt anzuordnen. (uli)